Flugrouten-PlÀne machen rheinland-pfÀlzische Umweltministerin fassungslos
28.07.2025 - 06:21:30"Was da am Frankfurter Flughafen geplant wird mit den Flugrouten, ist ein Bruch jeglicher Zusagen, die beim Ausbau der Nordwestlandebahn getroffen wurden", sagte die GrĂŒnen-Politikerin, die frĂŒher Verkehrsdezernentin der von FluglĂ€rm betroffenen Landeshauptstadt Mainz war, der Deutschen Presse-Agentur.
Ministerin spricht von "Rollback"
Der Airport-Betreiber Fraport DE0005773303 und die Deutsche Flugsicherung (DFS) hatten mitgeteilt, dass an Deutschlands gröĂtem Flughafen kĂŒnftig mehr Flugzeuge Richtung Nordwesten abheben sollen, in Erwartung einer steigenden Zahl an Flugbewegungen.
Eder sagte, gemÀà frĂŒherer Zusagen im Zusammenhang mit dem Bau der 2011 in Betrieb genommenen Landebahn Nordwest sollten Routen so gelegt werden, dass sie möglichst zwischen Siedlungen durchfliegen. "Jetzt wird mir nichts, dir nichts gesagt, dass die KapazitĂ€t von 700.000 Flugbewegungen nicht erreicht werden kann und es wird nichts mehr auf die Zusage von damals gegeben."
ZusĂ€tzliche LĂ€rmbelastung in Mainz befĂŒrchtet
FĂŒr Mainz wĂŒrden die Umverteilungen bei den Flugrouten eine massive zusĂ€tzliche LĂ€rmbelastung darstellen, gerade in Stadtteilen, in denen wahnsinnig viele Menschen lebten wie der Innenstadt. "Das macht mich fassungslos, dass da gerade ein Rollback stattfindet", sagte Eder. "Ich war mal zehn Jahre stellvertretende Vorsitzende der FluglĂ€rmkommission und bin echt konsterniert."
Die Kommission lehnt das vorgelegte Konzept von Fraport und DFS in seiner jetzigen Form ab. Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) hatte Ende Juni in einer Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses des Landtags in Wiesbaden gesagt, dass fĂŒr die PrĂŒfungen zu dem neuen Betriebskonzept noch Daten zu prognostizierten An- und AbflĂŒgen fehlten. Diese seien bei Fraport angefordert und bis Ende 2025 in Aussicht gestellt worden.

