Rolle, DRK

Die Rolle des DRK im Kriegsfall

04.12.2024 - 13:09:04

Koblenz - Das Deutsche Rote Kreuz e.V. (DRK) intensiviert die Zusammenarbeit mit dem SanitĂ€tsdienst der Bundeswehr. Die beschlossenen UnterstĂŒtzungsleistungen besprachen die Delegierten bei der 73. Bundesversammlung am 30. November 2024 in Berlin.

Mit dem nun vorgestellten Positionspapier wird die Zusammenarbeit gemĂ€ĂŸ DRK-Gesetz vom 5. Dezember 2008 im Sinne eines Dachdokumentes operationalisiert und konkret weiter ausgeplant. Das Positionspapier resultiert aus der engen Zusammenarbeit der zivilen und militĂ€rischen Gesundheitsdienste der vergangenen Jahre als Ergebnis der sicherheitspolitischen Weltlage und zunehmenden humanitĂ€ren Herausforderungen. Diese hat gezeigt, dass Szenarien wieder realistisch sind, welche die Ressourcen des SanitĂ€tsdienstes der Bundeswehr strukturell ĂŒberdehnen werden und eine formalisierte, möglicherweise langfristige unterstĂŒtzende Mitwirkung insbesondere durch das DRK und andere Hilfsgesellschaften als erforderlich erscheinen lĂ€sst. Ein Mitwirken muss aber immer unter Beachtung der GrundsĂ€tze der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung erfolgen.

Bestandteil der UnterstĂŒtzungsleistungen des DRK fĂŒr den SanitĂ€tsdienst sind neben der Übernahme von Soldatenpatienten in DRK-KrankenhĂ€usern vor allem personelle UnterstĂŒtzungsleistungen in den SanitĂ€tseinrichtungen der Bundeswehr, im strategischen Verwundetentransport sowie der verlĂ€sslichen Versorgung mit Blut- und Blutprodukten.

Generalstabsarzt Dr. Johannes Backus ist zum einen Stellvertretender Inspekteur des SanitĂ€tsdienstes der Bundeswehr, zum anderen ist er Beauftragter fĂŒr Zivil-MilitĂ€rische Zusammenarbeit und PrĂ€sidiumsmitglied des DRK. Er sieht das Positionspapier als einen Meilenstein: "Wir wollen mit dem Positionspapier nicht nur die Zusammenarbeit im Rahmen von kriegerischen Auseinandersetzungen stĂ€rken, es hat insbesondere auch einen positiven Effekt auf andere krisenhafte Zuspitzungen." Diese Zusammenarbeit zwischen DRK und dem SanitĂ€tsdienst der Bundeswehr gab es schon in der Vergangenheit, beispielsweise beim gemeinsamen EBOLA-Einsatz in Monrovia, Westafrika.

In den nĂ€chsten Monaten plant das DRK einen auf diesen Zusammenhang abgestimmten Recruiting-Prozess zur Gewinnung von zusĂ€tzlichem medizinischem und pflegerischem Fachpersonal zu entwickeln. Zudem sind zukĂŒnftig gemeinsame Übungen sowie Aus- und Weiterbildungen und ein intensiver Informationsaustausch zwischen DRK und SanitĂ€tsdienst der Bundeswehr geplant.

Mit weiteren Hilfsorganisationen sind Àhnliche Kooperationsvereinbarungen beabsichtigt.

Der SanitĂ€tsdienst der Bundeswehr hat die Aufgabe, die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten zu schĂŒtzen, zu erhalten und im Bedarfsfall wiederherzustellen. Hierzu sind die notwendigen Schnittstellen zum zivilen Gesundheitssystem von besonderer Bedeutung. Das ist zugleich ein wesentlicher Beitrag zur KriegstĂŒchtigkeit. Im Kriegsfall wird die Versorgung von Verwundeten zur gesamtstaatlichen Aufgabe.

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