'Bild auf Russisch' in Moskau als auslÀndischer Agent eingestuft
26.07.2024 - 20:43:55"Bild auf Russisch" habe unzutreffende Informationen ĂŒber die russische Politik veröffentlicht, heiĂt es in der von der Staatsagentur Tass verbreiteten Mitteilung der Justizbehörde. Zudem seien unzutreffende Informationen verbreitet worden, die darauf abzielten, "ein negatives Bild der StreitkrĂ€fte Russlands zu zeichnen". Die "Bild"-Gruppe sprach von einem Versuch, freien Journalismus zu verhindern.
Auch habe sich das Medienunternehmen gegen die "militĂ€rische Spezialoperation" in der Ukraine ausgesprochen, heiĂt es in der Mitteilung laut Tass weiter. Moskau bezeichnet seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine offiziell als "militĂ€rische Spezialoperation". "Bild auf Russisch" habe sich zudem "an der Verbreitung von Berichten und Materialien auslĂ€ndischer Agenten an eine unbegrenzte Anzahl von Personen" beteiligt.
Die Einstufung von "Bild auf Russisch" als "auslĂ€ndischer Agent" sei "ein untauglicher Versuch, freien Journalismus und das Aufdecken von Staatspropaganda zu verhindern", hieĂ es auf Anfrage von einem Sprecher der "Bild"-Gruppe. Es sei zudem ein Kompliment fĂŒr die erfolgreiche Arbeit des Teams um Maksim Kurnikow.
Mit der Einstufung als "auslĂ€ndischer Agent" ist Russland bemĂŒht, vielen unliebsamen internationalen Organisationen oder Medien ein gewisses Stigma anzuhĂ€ngen. Diese Einstufung ist oft ein erster Schritt zu einem vollstĂ€ndigen Arbeitsverbot.
"Bild" produziert seit 2022 regelmĂ€Ăig BeitrĂ€ge auf Russisch. Neben einer eigenen Nachrichtensendung auf Russisch werden Interviews und BeitrĂ€ge auf einem eigenen Youtube-Kanal angeboten. "Bild auf Russisch" wird nach Unternehmensangaben von dem russischen, ehemaligen stellvertretenden Chefredakteur von Echo Moskau, Maksim Kurnikow, moderiert. Die Sendung hat demnach auf Youtube derzeit ĂŒber 330.000 Follower mit insgesamt ĂŒber 100 Millionen Videoviews. Auf Telegram folgen den Angaben nach ĂŒber 60.000 Nutzer dem russischsprachigen Angebot von "Bild".

