Finanzierung/Investitionen, Produktion/Absatz

Saarlands MinisterprÀsidentin will Bekenntnis zur deutschen Stahlindustrie

31.07.2025 - 09:24:37

Die saarlÀndische MinisterprÀsidentin Anke Rehlinger fordert von der Bundesregierung ein Bekenntnis zu deutschen Stahlindustrie.

Der Umstieg zum grĂŒnen Stahl mĂŒsse zĂŒgig auf den Weg gebracht werden, sagte die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. "Und deshalb brauchen wir jetzt schnell die Rahmenbedingungen."

Es mĂŒsse der Fahrplan geklĂ€rt werden fĂŒr den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur sowie fĂŒr eine Kraftwerksstrategie. Man brauche Klarheit. "Diese Bundesregierung ist neu im Amt und auch die Bundeswirtschaftsministerin (Katherina Reiche/CDU) muss einmal dezidiert sagen, was ihr Fahrplan ist und dass sie zur deutschen Stahlindustrie in Deutschland steht."

Erneut forderte Rehlinger einen nationalen Stahlgipfel. "Wenn wir uns da nicht an einen Tisch setzen, um das einmal sauber miteinander zu besprechen, machen wir einen großen Fehler", sagte sie. Die Dinge mĂŒssten einmal klar ausgesprochen werden: "Und dann krempeln wir die Ärmel hoch."

Dass der Stahlkonzern ArcelorMittal LU1598757687 entschieden habe, aus dem Umstieg auf grĂŒnen Stahl zunĂ€chst auszusteigen, mĂŒsse man akzeptieren, sagte Rehlinger. Der Konzern habe aber viele Standorte auf der Welt. Die saarlĂ€ndische Stahlindustrie sei da anders aufgestellt: "Und wir wollen ja, dass der Standort hier bei uns in Deutschland erhalten bleibt."

Milliarden fĂŒr den Umbau der Stahlindustrie

Im Saarland hat die Stahlindustrie Ende 2022 einen 3,5 Milliarden Euro schweren Plan vorgelegt, um auf eine Produktion mit Wasserstoff statt Kohle und Koks umzusteigen. Davon kommen 2,6 Milliarden Euro vom Bund.

Die Stahlindustrie gehört im Saarland zu den wichtigsten Industriezweigen. Alleine von den Stahl erzeugenden Unternehmen hÀngen direkt rund 12.000 BeschÀftigte ab. Hinzu kommen Tausende in der Zulieferindustrie.

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