Sachsen-BSW, Bedingungen

Sachsen-BSW will Bedingungen fĂŒr Wahl Kretschmers stellen

05.12.2024 - 05:00:00

Die sĂ€chsische BSW-Chefin Sabine Zimmermann hat sich grundsĂ€tzlich offen dafĂŒr gezeigt, dass ihre Partei fĂŒr Michael Kretschmer als MinisterprĂ€sidenten am 18.

Dezember mitwĂ€hlt. "Wir sind offen dafĂŒr", sagte sie dem "Berlin Playbook"-Podcast von "Politico" (Donnerstag). "Wenn Herr Kretschmer sich unseren Bedingungen stellt und uns Zusicherungen gibt, dann werden wir natĂŒrlich auch konstruktiv dann ihm die Stimme geben." Notwendig dafĂŒr sei, "dass wir im sozialen Bereich und im kulturellen Bereich keine Streichungen erleben und dass vor allen Dingen im Bereich der Migration noch mehr Bewegung da ist", so die Landesvorsitzende. In Sachsen haben sich die SPD und die CDU auf einen Koalitionsvertrag fĂŒr eine Minderheitsregierung geeinigt.

Zimmermann forderte sie dazu auf, Verantwortung fĂŒr das 4-Milliarden-Loch im Haushalt des Bundeslandes zu tragen. Gleichzeitig wies sie den Vorwurf zurĂŒck, dass sich das BSW aus der Verantwortung gestohlen habe. "Es war ja vor allen Dingen fĂŒr uns wichtig, dass es VerĂ€nderung gibt. Und diese Regierung aus CDU und SPD wollten keine VerĂ€nderung", sagte Zimmermann. "Sie wollen ein `Weiter so.`" Zimmermann verteidigte, dass das BSW einem Antrag der AfD zur Stationierung von US-Waffen zugestimmt hat. Jeder AfD-Antrag werde weiterhin inhaltlich geprĂŒft, sagte sie. "NatĂŒrlich ist die Abgrenzung wichtig, aber trotzdem muss man natĂŒrlich auch inhaltlich prĂŒfen, was die AfD zu bieten hat." Der Verfassungsschutz stuft die AfD in Sachsen als gesichert rechtsextrem ein. Rechtsextremismus-Forscher raten dazu, den Einfluss rechtsextremer Parteien zu begrenzen, und warnen daher davor, sie als Partner in politischen Prozessen zu behandeln.

@ dts-nachrichtenagentur.de