Tabaksteuer soll stÀrker steigen als geplant
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 00:00 Uhr, dts-nachrichtenagentur.deDemnach soll der Preis fĂŒr eine Packung Zigaretten bis 2030 schrittweise von aktuell rund 8 Euro auf fast 12 Euro steigen, etwa 40 Cent mehr als am vergangenen Montag vom Bundeskabinett beschlossen. Analog dazu soll auch die Besteuerung von Feinschnitt - also von Tabak fĂŒr selbstgedrehte Zigaretten - stĂ€rker angehoben werden.
Grund fĂŒr die Ănderung ist der Beschluss der Koalitionsfraktionen, im Rahmen des Gesundheits-Sparpakets den Steuerzuschuss fĂŒr die gesetzlichen Krankenkassen doch nicht so stark abzusenken. Deshalb fehlt nun im Haushalt von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) ab 2027 Geld. Die Ănderung soll jĂ€hrlich jeweils rund 800 Millionen Euro mehr in die Kasse des Bundes spĂŒlen als bisher vorgesehen. Insgesamt sollen die Steuereinnahmen durch die schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer bis 2030 um knapp 4,5 Milliarden Euro steigen.
In Regierungskreisen hieĂ es, die "maĂvolle Anhebung" diene nicht nur der Haushaltskonsolidierung. Die Erhöhung diene auch dem "Schutz der öffentlichen Gesundheit" und stehe im Einklang mit dem Ziel der Bundesregierung, die Raucherquote von Jugendlichen und Erwachsenen zu senken. Durch den nun geplanten Ănderungsantrag der Koalitionsfraktionen solle vor allem der Aspekt des Gesundheitsschutzes noch einmal gestĂ€rkt werden. Die zur Vorbereitung des Gesundheits-Sparpakets eingesetzte Expertenkommission hatte eine noch stĂ€rkere Erhöhung vorgeschlagen.
Konkret soll der durchschnittliche Packungspreis fĂŒr Zigaretten 2027 auf 9,10 Euro (bisher geplant 8,77), 2028 auf 9,91 Euro (9,56), 2029 auf 10,81 (10,42) und 2030 auf 11,78 Euro (11,36) steigen. Der Tabaksteueranteil klettert von aktuell rund 4 Euro bis 2030 auf 6,19 Euro.
