SED-Opferbeauftragte fordert dauerhafte Hilfe für Zwangsdoping-Opfer
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deZudem forderte Zupke mehr Beachtung für Gruppen, "die bislang nur wenig Aufmerksamkeit erhalten und die mehr Unterstützung bekommen sollten". Zu ihnen zählt Zupke Menschen, die in der DDR "über den sogenannten Asozialen-Paragrafen verfolgt wurden, oder Frauen und Mädchen, die unter dem Vorwand gynäkologischer Behandlungen weggesperrt und misshandelt wurden". Es müsse darum gehen, das "erlittene Unrecht genauer aufzuarbeiten und zu klären, wie betroffenen Menschen heute besser geholfen werden kann", mahnte die Opferbeauftragte.
Neben dem Gesetzgeber sieht Zupke auch Unternehmen in der Pflicht, die von der Zwangsarbeit politischer Gefangener in der DDR profitierten. "Manche erzählen von gesundheitsgefährdenden Tätigkeiten unter unmenschlichen Bedingungen", sagte Zupke mit Blick auf die Opfer. "Ich finde deshalb, dass sich gerade große Konzerne diesem Teil ihrer Geschichte stellen sollten. Sie könnten dazu beitragen, dass dieses Unrecht nicht in Vergessenheit gerät", so die SED-Opferbeauftragte. Derzeit sei sie mit dem Unternehmen Otto im Gespräch. "Das Kapitel ist noch nicht abgeschlossen", sagte Zupke.
