Scholz warnt vor FlÀchenbrand in Nahost
12.10.2023 - 05:15:50Bundeskanzler Olaf Scholz hat nach den Angriffen der islamistischen Hamas auf Israel vor einer möglichen Ausweitung von Auseinandersetzungen gewarnt.
«Gemeinsam rufen wir alle in der Region auf, von weiteren feindseligen Akten gegen Israel abzusehen», sagte der SPD-Politiker im Bundestag. «Unsere Botschaft ist klar: Es wÀre ein unverzeihlicher Fehler, Israel anzugreifen.»
Scholz Ă€uĂerte «groĂe Sorge» mit Blick auf die regionale Dimension des Konflikts. Ein Augenmerk liege dabei auf dem SĂŒden des Libanon. Wie die Hamas unterhalte auch die Hisbollah enge Verbindungen mit dem Iran. Auch sie stelle das Existenzrecht Israels infrage. «Die Hisbollah darf nicht in die KĂ€mpfe eingreifen», mahnte der Kanzler.
Scholz: apokalyptisches Szenario verhindern
Dies hÀtte nicht nur eine gerechtfertigte und harte israelische Reaktion zur Folge. Der Libanon, der durch das unselige Handeln der Hisbollah ohnehin destabilisiert sei, geriete an den Rand des Abgrunds. «Vor allem aber drohte dann ein verheerender FlÀchenbrand - mit möglichen Auswirkungen bis nach Nordafrika und in den Jemen.» Scholz betonte: «Gemeinsam mit unseren Partnern nutzen wir daher alle unsere KanÀle, um ein solch apokalyptisches Szenario zu verhindern.»
Der Kanzler erlĂ€uterte: «Wir haben bisher zwar keine handfesten Belege dafĂŒr, dass Iran diesen feigen Angriff der Hamas konkret und operativ unterstĂŒtzt hat.» Aber allen sei klar: «Ohne iranische UnterstĂŒtzung ĂŒber die letzten Jahre wĂ€re die Hamas zu diesen prĂ€zedenzlosen Angriffen auf israelisches Territorium nicht fĂ€hig gewesen.» Jubelnde ĂuĂerungen der Spitze des iranischen Regimes und manch anderer Regierungsvertreter in der Region seien abscheulich.


