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SPD-Fraktion will pauschale KĂŒrzungen beim Elterngeld verhindern

24.05.2026 - 18:53:22 | dts-nachrichtenagentur.de

Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich gegen pauschale KĂŒrzungen beim Elterngeld gewendet.

Frau mit Kind (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Frau mit Kind (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Familienpolitik darf kein Steinbruch fĂŒr kurzfristige Haushaltskonsolidierung sein, sondern muss verlĂ€sslich und planbar bleiben", sagte die fĂŒr Familienpolitik zustĂ€ndige Vizefraktionschefin Dagmar Schmidt dem "Spiegel".

"Wir können gern ĂŒber Reformen am Elterngeld reden, die die partnerschaftliche Gleichberechtigung weiter verbessern", so Schmidt. "Das ist jetzt auch die Erwartung an die Ministerin: Pauschale KĂŒrzungen gilt es auf jeden Fall zu vermeiden."

Gemeint sind Bundesfamilienministerin Karin Prien von der CDU, aber auch Schmidts Parteikollege Lars Klingbeil. Der Bundesfinanzminister hat eine Reihe von Ministerien zu Milliarden-Einsparungen verpflichtet, um Haushaltslöcher zu stopfen, darunter auch das Haus von Prien.

Schmidt sagte weiter, das Elterngeld sei eine "echte Erfolgsgeschichte moderner Familienpolitik". Es schaffe nicht nur FreirĂ€ume fĂŒr Eltern, sich in den ersten Lebensmonaten intensiv um ihr Kind zu kĂŒmmern, sondern fördere auch die partnerschaftliche Aufteilung der Betreuungsarbeit und damit langfristig die Gleichberechtigung von MĂŒttern und VĂ€tern.

Schmidt rĂ€umte ein, dass die finanzielle Lage des Bundes nicht einfach sei. Die Koalition mĂŒsse gemeinsam darĂŒber sprechen, "wie wir in einem wirklich herausfordernden Haushalt Lösungen finden, ohne die soziale Infrastruktur zu schwĂ€chen", forderte sie. Dabei mĂŒsse es auch darum gehen, wer mehr Verantwortung tragen könne. "Es ist gerecht und zumutbar, die stĂ€rksten Schultern - also Menschen mit sehr hohen Einkommen und großen Vermögen - etwas stĂ€rker in die Pflicht zu nehmen", sagte die Abgeordnete. "So schaffen wir SpielrĂ€ume fĂŒr Zukunftsinvestitionen, ohne Familien zu belasten."

Steffen Krach, WahlkĂ€mpfer und Spitzenkandidat der SPD in Berlin, spricht sich dafĂŒr aus, die PrioritĂ€ten beim Sparen anders zu setzen. "Ich weiß wirklich nicht, wie ich es jemandem erklĂ€ren soll, dass Deutschland gerade 300 Millionen Euro fĂŒr die Senkung der Flugticketsteuer hat, aber keine 300 Millionen fĂŒr Eltern und Kinder", sagte Krach dem "Spiegel". "Es geht hier um PrioritĂ€ten und meine PrioritĂ€t ist nicht ein Flugticket, das 2,50 Euro gĂŒnstiger ist, sondern die UnterstĂŒtzung von Familien", so der Sozialdemokrat weiter. "Wer an den Familien spart, sĂ€gt an der Zukunft unseres Landes."

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