SPD will gemeinsames Einwanderungsrecht fĂŒr Europa
08.01.2024 - 09:13:56
"Mittelfristig braucht Europa ein gemeinsames Einwanderungsrecht, gerade auch zur notwendigen FachkrĂ€ftegewinnung", heiĂt es in einem Positionspapier, das die Abgeordneten am Donnerstag bei ihrer Jahresauftaktklausur in Berlin beschlieĂen wollen und ĂŒber welches das "Handelsblatt" berichtet.
Der fĂŒr Europafragen zustĂ€ndige SPD-Fraktionsvize Achim Post hĂ€lt eine neue EU-Einwanderungspolitik fĂŒr unabdingbar: "Europa wird seine Wirtschaftskraft nur erhalten und weiter steigern können, wenn es sich als Einwanderungskontinent aufstellt statt als Abschottungsunion", sagte er dem "Handelsblatt". Die SPD will deshalb den deutschen Ansatz, die FachkrĂ€fteeinwanderung mit Migrationspartnerschaften mit HerkunftslĂ€ndern zu verknĂŒpfen, "noch stĂ€rker in die europĂ€ische Debatte einbringen", wie es in dem Papier heiĂt.
Die Fraktion verspricht sich davon zweierlei: "Gemeinsame Vereinbarungen mit HerkunftslÀndern, die geordneten Zugang zu Ausbildung und Arbeitsmarkt in Europa erhalten, können einerseits irregulÀre Migrationswege deutlich weniger attraktiv erscheinen lassen."
Andererseits soll so die Bereitschaft der HerkunftslĂ€nder erhöht werden, Menschen wieder aufzunehmen, die keine Bleibeperspektive in der EU haben. Post sieht auch angesichts der im Juni anstehenden Europawahl Handlungsbedarf. Prognosen zufolge können derzeit vor allem Rechtspopulisten mit krĂ€ftigen StimmzuwĂ€chsen rechnen. "Die nĂ€chsten Jahre werden politisch in Europa hart umkĂ€mpfte Jahre", sagte er. "Umso wichtiger ist es, dass wir weitere konkrete Schritte fĂŒr ein starkes Europa gehen, nicht nur in diesem EU-Wahljahr."


