SPD, Regeln

SPD will klare Regeln fĂŒr Abwahl von Ausschussvorsitzenden

20.05.2025 - 17:04:18

Die SPD-Fraktion will klare Regeln in der GeschÀftsordnung des Bundestags verankern, um "unqualifizierte Ausschussvorsitzende" wieder abwÀhlen zu können.

Außerdem soll das Abgeordnetengesetz geĂ€ndert werden, um den stellvertretenden Ausschussvorsitzenden mehr Geld und Befugnisse zu geben, sollten sie die AusschĂŒsse faktisch leiten. "Wir wollen in der GeschĂ€ftsordnung des Bundestags klarere Regeln fĂŒr die Wahl und die Abwahl von Ausschussvorsitzenden festschreiben", sagte der parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, der "Welt" (Mittwochausgabe). Das Bundesverfassungsgericht habe im vergangenen September geurteilt, dass die AfD keinen Anspruch auf die Besetzung eines Ausschussvorsitzes habe und dass "unqualifizierte Ausschussvorsitzende" wieder abgewĂ€hlt werden können. "Bislang ist das Verfahren zur Wahl und Abwahl der Vorsitzenden aber nicht explizit in der GeschĂ€ftsordnung geregelt", sagte Fechner.

"Das wollen wir Ă€ndern." Er sei zuversichtlich, dass das noch vor der Sommerpause gelingt, weil sich die SPD mit der Union bereits weitgehend geeinigt habe. "Wir wollen außerdem den Stellvertreter stĂ€rken fĂŒr den Fall, dass der Posten des Vorsitzenden vakant bleibt oder falls dieser zum Beispiel wegen lĂ€ngerer Krankheit ausfĂ€llt", sagte Fechner. "Bislang sind die Stellvertreter in solchen FĂ€llen nur kommissarisch tĂ€tig. Sie haben nur bedingt Zugriff auf die Infrastruktur des Ausschuss-Sekretariats und haben auch keinen Anspruch auf eine Amtszulage. Wir sollten klarstellen, dass Stellvertreter dieselben Rechte haben wie Vorsitzende, wenn sie den Ausschuss faktisch leiten."

@ dts-nachrichtenagentur.de