Wahlen, Gesellschaft

SPD-Frauen machen ParitĂ€t zur Bedingung fĂŒr Wahlrechtsreform

Veröffentlicht am: 19.02.2026 um 00:01 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die SPD-Frauen machen ParitĂ€t zur Bedingung fĂŒr eine Wahlrechtsreform.

CSU-Landesgruppe erwartet Einigung bei Wahlrechtsreform
Stimmzettel zur Bundestagswahl 2025 (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"FĂŒr die SPD-Frauen kann ich klar sagen: keine Wahlrechtsreform ohne ParitĂ€t", sagte deren Bundesvorsitzende, Carmen Wegge, dem "Stern".

Eine Wahlrechtsreform ohne ParitĂ€t wĂŒrde hinter den Anforderungen unserer Zeit zurĂŒckfallen, so die Sozialdemokratin. "Die Erwartungshaltung der Frauen ist klar: Es ist Zeit, den nĂ€chsten Schritt zu gehen."

Die schwarz-rote Koalition hat in ihrem Koalitionsvertrag eine Reform des bestehenden Bundestagswahlrechts verabredet und eine Kommission dafĂŒr eingesetzt. Auch zwei PrĂŒfauftrĂ€ge wurden festgeschrieben: Demnach soll geprĂŒft werden, wie die "gleichberechtigte ReprĂ€sentanz" von Frauen im Parlament gewĂ€hrleistet werden könne und ob Menschen ab 16 Jahren an der Wahl teilnehmen sollten.

Die Frauen-Union Ă€ußerte sich zurĂŒckhaltend zu einer ParitĂ€ts-Regelung. "Ich bin grundsĂ€tzlich fĂŒr ParitĂ€t, aber es gibt verfassungsrechtliche HĂŒrden", sagte die Bundesvorsitzende Nina Warken (CDU) dem Nachrichtenmagazin. "Unser Ziel muss ein stabiles Wahlrecht sein."

Die CDU-Politikerin forderte VorschlĂ€ge, wie kĂŒnftig alle direkt gewĂ€hlten Abgeordneten in den Bundestag einziehen könnten. Die Kappung habe dazu gefĂŒhrt, dass acht weibliche Abgeordnete nicht im Bundestag vertreten seien. "Diese weibliche ReprĂ€sentanz in der FlĂ€che, im Wahlkreis fehlt", sagte Warken.

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