Esken, Rolle

Esken will Rolle von Frauen bei Sondierungen stÀrken

08.03.2025 - 00:01:00

Die SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken hat davor gewarnt, dass Frauen und ihre Themen in den SondierungsgesprĂ€chen zwischen Union und SPD nicht zu kurz kommen dĂŒrften.

"Ich lasse mir die Notwendigkeit von Feminismus nicht ausreden", sagte Esken dem "Stern" anlĂ€sslich des Internationalen Frauentags. Im Moment verhandelten ihr Co-Vorsitzender Lars Klingbeil und sie mit CDU und CSU, die zunĂ€chst sechs MĂ€nner und keine Frau zu den GesprĂ€chen hĂ€tten schicken wollen. "Ich bin sehr wachsam, dass wir die Rolle der Frauen in diesen Verhandlungen stĂ€rken und klarmachen, dass auch unsere Themen wichtig sind", sagte die Sozialdemokratin. Auf die Frage, was anders wĂ€re, wenn es in der Politik mehr Frauen gĂ€be, antwortete die SPD-Chefin: "Sehr vieles - die Art, wie miteinander gesprochen wird und worĂŒber."

Ihrer Erfahrung nach seien Frauen stĂ€rker an der Sache orientiert. "Einige MĂ€nner sind fĂŒr das PolitikgeschĂ€ft einfach oft zu emotional", so Esken. Sie spĂŒre das in jeder Runde, wo Frauen und MĂ€nner "ausnahmsweise" gleichermaßen vertreten seien. Da verstĂ€rke sich der Blick auf Alltagsthemen wie die ZuverlĂ€ssigkeit von Kitas, den Zustand von Schulen, aber auch Gewalt gegen Frauen. Esken wĂŒnscht sich ParitĂ€t im Parlament, damit sich darin die RealitĂ€t abbilde. "Damit der Bundestag ein Spiegelbild der Gesellschaft ist, mĂŒssen Frauen nicht nur den halben Kuchen bekommen, sondern die halbe BĂ€ckerei", so die SPD-Chefin.

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