KfW baut Förderung bei Bauen und Wohnen aus
07.02.2024 - 12:20:03 | dpa.deIm Bundeshaushalt 2024 seien dafĂŒr mehr als zehn Milliarden Euro vorgesehen, teilte das Institut am Mittwoch mit. Dies wĂ€ren rund fĂŒnf Milliarden mehr, als im vergangenen Jahr ausgegeben wurden. "Die Schaffung von nachhaltigem und bezahlbarem Wohnraum ist einer unserer Schwerpunkte in 2024", sagte Vorstandschef Stefan Wintels.
Konkret geht es um die neue Förderung fĂŒr den Neubau von bezahlbarem Wohnraum fĂŒr Menschen, die nicht vom sozialen Wohnungsbau profitieren. Die Bundesregierung hat Wintels zufolge dafĂŒr jeweils eine Milliarde Euro in diesem und im kommenden Jahr zur VerfĂŒgung gestellt. Details der Förderung wĂŒrden derzeit erarbeitet.
AntrĂ€ge fĂŒr klimafreundliche Heizungen ab 27. Februar
FĂŒr die Förderung klimafreundlicher Heizungen hat der Bund sechs Milliarden Euro bereitgestellt. Interessenten können sich auf dem Portal "Meine KfW" dafĂŒr registrieren lassen und ab dem 27. Februar einen Antrag stellen. Zudem sollen Familien mit dem Programm "Jung kauft Alt" der Erwerb bestehender Immobilien ermöglicht werden.
Nach dem Ausnahmejahr 2022 verringerte sich das Fördervolumen der KfW-Bankengruppe im vergangenen Jahr. Das NeugeschÀftsvolumen lag bei 111,3 Milliarden Euro - nach 166,9 Milliarden Euro im Jahr zuvor. "2023 war ein Jahr der Normalisierung und Fokussierung", sagte Wintels.
2022 hatten vor allem die Milliarden, die der Bund zur Sicherung der Energieversorgung sowie zur Entlastung von Haushalten und Unternehmen nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine beschloss, das Fördervolumen in die Höhe schieĂen lassen. Zudem liefen im vergangenen Jahr Sonderfinanzierungen zur Abfederung der Pandemie aus.
Nach dem Stopp einzelner Programme nach dem Karlsruher Haushaltsurteil erwartet die KfW bald die formalen Entscheidungen der Ministerien. Wie viel Geld fĂŒr welche Förderprogramme bereitgestellt wĂŒrden, entschieden die Ministerien, sagte Katharina Herrmann, im KfW-Vorstand zustĂ€ndig fĂŒr die Inlandsförderung.
Milliarden durch Verkauf von DHL-Anteilen
Das Institut, das zu 80 Prozent dem Bund und zu 20 Prozent den BundeslĂ€ndern gehört, versorgt im traditionellen FördergeschĂ€ft MittelstĂ€ndler, HĂ€uslebauer und Studierende mit zinsgĂŒnstigen Krediten. Hinzu kommen Export- und Projektfinanzierung, die Förderung von Entwicklungs- und SchwellenlĂ€ndern und die Tochter KfW Capital fĂŒr Investments in Start-ups.
Die KfW hĂ€lt zudem Beteiligungen des Bundes an Unternehmen wie der Telekom oder DHL (vormals Deutsche Post). Die Förderbank verkaufte am spĂ€ten Dienstagabend 50 Millionen DHL-Aktien fĂŒr je 43,45 Euro. Dem deutschen Staat flossen brutto damit fast 2,2 Milliarden Euro zu. Die Regierung braucht angesichts der Haushaltsdebatte und des sanierungsbedĂŒrftigen deutschen Schienennetzes Geld.
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