TU-PrÀsidentin, Geraldine

Bleiben oder gehen? - TU-PrÀsidentin soll selbst entscheiden

05.06.2024 - 18:00:51

Die TU-PrĂ€sidentin Geraldine Rauch steht in der Kritik, weil sie antisemitische Posts auf der Plattform X mit einem Like markiert hat. Ein Gremium hat nun doch nicht ĂŒber ihren Verbleib abgestimmt.

Die umstrittene PrĂ€sidentin der Technischen UniversitĂ€t, Geraldine Rauch, soll nach Ansicht des Akademischen Senats der Technischen UniversitĂ€t Berlin bis morgen Abend selbst entscheiden, ob sie an der Hochschule bleiben will oder nicht. Das Gremium habe heute nicht ĂŒber den Verbleib Rauchs abgestimmt, sagte die Leiterin des Gremiums, Annette Hiller, nach der viereinhalbstĂŒndigen Sitzung.

Stattdessen wurde unter den 25 Mitgliedern ein Meinungsbild erhoben, ob Rauch an der Hochschule bleiben soll oder nicht. Dieses Meinungsbild habe man der PrÀsidentin mitgeteilt und die Entscheidung, ob sie nun an der Hochschule bleiben wolle oder nicht, in ihre HÀnde gelegt.

Rauch habe nun 24 Stunden Zeit, sich zu Ă€ußern. Morgen solle auch öffentlich bekannt gemacht werden, wie sich das Gremium in der Meinungsumfrage geĂ€ußert habe, sagte eine Sprecherin. Der Akademische Senat setzt sich aus Hochschullehrern, akademischen Mitarbeitern, Studenten und Mitarbeitern fĂŒr Technik, Service und Verwaltung zusammen.

Likes auf X: Die Fotos habe sie nicht genauer betrachtet

Rauch steht in der Kritik, weil sie antisemitische Posts auf der Plattform X mit einem Like markiert hat. Dabei ging es insbesondere um einen Beitrag mit Fotos von Demonstranten, die ein Bild des israelischen MinisterprÀsidenten Benjamin Netanjahu mit aufgemaltem Hakenkreuz hochhalten.

Die Uni-PrĂ€sidentin hatte sich fĂŒr das Liken entschuldigt und erklĂ€rt, sie haben den Beitrag wegen seines Textes gelikt und das darunter gepostete Bild nicht genauer betrachtet. Der Urheber des Tweets gibt an, dass auf den Bildern tĂŒrkische Demonstranten zu sehen seien, die einen Waffenstillstand im Gazastreifen forderten.

@ dpa.de