Umweltschutz, Gesundheit

EuropĂ€er beschließen Plan gegen klimatische Gesundheitsgefahren

06.07.2023 - 17:34:05 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Umwelt- und Gesundheitsminister der europÀischen WHO-Region haben sich bei einer Konferenz in Budapest auf eine Roadmap verstÀndigt, um die Auswirkungen von Klimakrise, Artenaussterben und Verschmutzungskrise auf die menschliche Gesundheit zu bekÀmpfen.

Krankenhaus - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur

Dazu wurden auch neue Partnerschaften initiiert, wie das Bundesgesundheits- und das Umweltministerium am Donnerstag mitteilten. So werden Deutschland und Georgien im Bereich des Human-Biomonitoring (HBM) unter dem Dach der WHO Partnerschaften koordinieren, in denen sich interessierte Mitgliedstaaten der europĂ€ischen Region austauschen und unterstĂŒtzen können.

"Das Human-Biomonitoring als Instrument der gesundheitsbezogenen Umweltbeobachtung ist von unschĂ€tzbarem Wert", sagte Umweltministerin Steffi Lemke (GrĂŒne). "Damit können wir die tatsĂ€chliche Belastung der Bevölkerung mit Schadstoffen ermitteln", fĂŒgte sie hinzu. Diese Daten zeigten, wie sich Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung auswirkten und auch, wo es weiteren Handlungsbedarf gebe. Die Roadmap beschĂ€ftigt sich mit den Bereichen Klimawandel, Umweltverschmutzung, Natur- und Artenschutz, Wasser, sanitĂ€re Grundversorgung und Hygiene, Abfall und Altlasten, Verkehr und MobilitĂ€t sowie der Stadt- und Regionalentwicklung. Der gesundheitlichen Vorsorge und der PrĂ€vention soll dabei ein hoher Stellenwert zukommen. Dazu gehören unter anderem KlimaanpassungsplĂ€ne speziell fĂŒr die Gesundheit, die Schulung von GesundheitsfachkrĂ€ften in klimarelevantem Gesundheitswissen, die Verbesserung der FrĂŒhwarnsysteme bei Extremwetter und die intersektorale Zusammenarbeit bei Umwelt und Gesundheit. FĂŒr die Vermeidung von Krankheiten, die durch Chemikalien verursacht werden, soll auf Chemikalienmanagement gesetzt werden. "Hitzeperioden, Pandemien oder Antibiotikaresistenzen sind aber reale Gefahren, die wir nicht mehr komplett vermeiden, auf die wir uns aber vorbereiten können", sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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