LĂ€nder, Elementarschadenversicherung

LĂ€nder wollen Elementarschadenversicherung gesetzlich regeln

16.05.2025 - 15:47:57

Die Umweltminister der LĂ€nder dringen auf schnelle gesetzliche Regelungen fĂŒr eine Elementarschadenversicherung gegen die SchĂ€den von Naturkatastrophen.

"Wir haben daran erinnert, dass die Elementarschadenversicherung kommen muss", sagte die Vorsitzende der Umweltministerkonferenz und saarlÀndische Ressortchefin Petra Berg (SPD) nach einer Tagung in Mettlach-Orscholz.

Dies könne auch eine "Elementarschaden-Pflichtversicherung" sein. Die Menschen mĂŒssten "sicher sein, dass ihre SchĂ€den reguliert werden können". In einem Beschluss wird darauf hingewiesen, dass nur etwa 54 Prozent der Hausbesitzer gegen ElementarschĂ€den - beispielsweise die Zerstörung eines Hauses durch einen ĂŒber die Ufer getretenen Fluss - versichert seien.

Bundesminister unterstĂŒtzt LĂ€nderforderung

Bisher hĂ€tten die LĂ€nder nach Katastrophen MilliardenbetrĂ€ge ausgegeben, um Betroffenen zu helfen. Nun mĂŒsse der Bund zu diesem Thema einen Gesetzentwurf auf den Weg bringen. "ZunĂ€chst setzen wir auf eine freiwillige Lösung", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). Sollte das nicht möglich sein, werde man rechtlich handeln.

Falls es keine freiwillige Versicherungslösung gebe, mĂŒssten zeitnah Schritte zu einer Pflichtversicherung unternommen werden, heißt es im Beschluss der LĂ€nderminister. "Wenn die deutsche Versicherungsgemeinschaft jetzt nicht unverzĂŒglich eine Lösung vorliegt, dann wird es diese solidarische, staatlich verbindliche Elementarschutzversicherung geben", sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD) aus Mecklenburg-Vorpommern.

Wenn nicht freiwillig, dann verpflichtend

"Wir haben jetzt ein Jahr Zeit und in diesem Jahr ist das zu realisieren." In dem Beschluss begrĂŒĂŸten die Ministerinnen und Minister aus den LĂ€ndern die Vereinbarung im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung, wonach kĂŒnftig im NeugeschĂ€ft WohngebĂ€udeversicherungen nur noch mit einer Absicherung der ElementarschĂ€den angeboten werden dĂŒrfen. Zugleich soll eine staatliche RĂŒckversicherung eingefĂŒhrt werden.

"Wir brauchen eine Lösung, die uns in die Lage versetzt, diese SchĂ€den am Ende zu solidarisieren", sagte der hessische Umweltminister Ingmar Jung (CDU). Wenn ein freiwilliges Modell nicht funktioniere, "dann mĂŒssen wir zu einer Pflichtversicherung kommen."

@ dpa.de