Union lehnt GesprÀchsangebot von Scholz ab
08.11.2024 - 18:20:45
"Scholz versucht die Reihenfolge zu verdrehen. Dabei kommt sofort der Verdacht auf, dass er wieder irgendwas zu tricksen versucht. Auf so etwas lassen wir uns nicht ein. Erst die Vertrauensfrage, dann können wir ĂŒber Themen reden", sagte Dobrindt der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe).
Die Union sehe sich in ihren Forderungen an Kanzler Olaf Scholz, die Vertrauensfrage schon in der nÀchsten Woche zu stellen, vom BundesprÀsidenten bestÀtigt: "Wir können die Vertrauensfrage nicht erzwingen, das stimmt. Aber ich habe dem BundesprÀsidenten sehr genau zugehört, der sagt: Deutschland braucht stabile Mehrheiten und eine handlungsfÀhige Regierung. Das war als klarer Auftrag an Olaf Scholz zu verstehen, jetzt nicht auf Zeit zu spielen und Neuwahlen zu blockieren", sagte Dobrindt.
Der CSU-Politiker kĂŒndigte ein Unions-Wahlprogramm fĂŒr die nĂ€chsten Wochen an, das den Fokus auf Wirtschaftsförderung, innere Sicherheit und den Stopp der irregulĂ€ren Migration legt.
"Wir sind bereit fĂŒr die nĂ€chste Bundestagswahl, der Kanzlerkandidat heiĂt Friedrich Merz. Alle weiteren personellen Entscheidungen werden dann gefĂ€llt, wenn sie anstehen, und nicht vorher. Das Wahlprogramm, das sich maĂgeblich mit dem wirtschaftlichen Wachstum, der Sicherung von Wohlstand, dem Stopp der illegalen Migration und der Herstellung der inneren und Ă€uĂeren Sicherheit befasst, wird in den nĂ€chsten Wochen prĂ€sentiert." Zu Spekulationen, wonach CSU-Chef und Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder im Fall eines Unions-Wahlsiegs nach Berlin wechseln könnte, sagte Dobrindt: "Markus Söder hat mehrfach betont, dass er als Parteivorsitzender und MinisterprĂ€sident in Bayern bleibt."


