Barley warnt vor neuen Eingriffen in EU-Lieferkettenrichtlinie
11.02.2026 - 05:00:00Am Ziel der Richtlinie hĂ€lt sie fest. "Dass wir als wertegebundene Union keine Produkte mit zum Beispiel Kinderarbeit oder Abbrennen von Regenwald produzieren, das Ziel ist richtig", sagte sie. Einheitliche EU-Regeln seien kein BĂŒrokratieproblem, sondern könnten nationale Vorschriften ersetzen. "Wenn wir eine einheitliche Regelung finden, die fĂŒr 27 LĂ€nder gilt, dann schafft das manchmal gleichzeitig 27 nationale Regelungen ab. Und das ist eigentlich EntbĂŒrokratisierung", so Barley.
Mit Blick auf Europas WettbewerbsfĂ€higkeit zeigte sie sich grundsĂ€tzlich zuversichtlich. Europa sei mit 450 Millionen Menschen und starken Unternehmen eine Wirtschaftsmacht. Auch die Institutionen könnten Wettbewerb. "Sie können es wahrscheinlich noch besser. Und das mĂŒssen wir jetzt auch beweisen in diesen stĂŒrmischen Zeiten", sagte Barley.
Zugleich forderte sie mehr Tempo bei der strategischen UnabhĂ€ngigkeit Europas. "Da brauchen wir dringend mehr Tempo", sagte Barley mit Blick auf Lieferketten und SouverĂ€nitĂ€t. Scharf kritisierte sie stockende deutsch-französische Industrieprojekte wie FCAS. Deren Scheitern sei "ein Drama", Ursache seien nationale Egoismen. "Wir mĂŒssen wirklich den nationalen Egoismen ĂŒberwinden", so Barley. "Wir sind wirklich zum Zusammenarbeiten verdammt."


