Russische, Einflussnahme

Russische Einflussnahme in Europa: Barley fordert Konsequenzen

31.03.2024 - 01:00:00

Die VizeprĂ€sidentin des EuropĂ€ischen Parlaments, Katharina Barley (SPD), hat alarmiert auf EnthĂŒllungen ĂŒber russische Einflussnahme in Europa reagiert.

"Es ist in Putins Interesse, die Europawahlen zu unterwandern", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). "Wir mĂŒssen uns noch sehr viel stĂ€rker wappnen gegen die Attacken Putins auf unsere Demokratie." Ziel des russischen PrĂ€sidenten sei, liberale Gesellschaften zu destabilisieren.

"Dazu gehört auch, Parteien einer bestimmte Sorte verdeckt zu finanzieren: demokratiefeindlich und extrem nationalistisch", stellte Barley fest. Die EnthĂŒllungen legten nahe, dass Geld aus Russland auch an die AfD geflossen sei. "Verwunderlich wĂ€re das nicht", so die frĂŒhere Bundesjustizministerin. "Die AfD macht sich als Sprachrohr des Kremls zum nĂŒtzlichen Idioten und schadet Deutschlands und Europas Interessen." Die tschechische Regierung hatte ĂŒber die Enttarnung eines von Moskau finanzierten Propaganda-Netzwerks informiert, das die in Prag ansĂ€ssige Internetseite "Voice of Europe" nutzte, um in der EU Stimmung gegen die UnterstĂŒtzung der Ukraine im Krieg gegen Russland zu machen. Dabei soll nach Informationen der tschechischen Zeitung "Denik N" auch Geld an Politiker aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Polen, Ungarn und den Niederlanden geflossen sein.

@ dts-nachrichtenagentur.de