IMK, InflationsprÀmie

IMK: InflationsprÀmie erreicht 26 Millionen Arbeitnehmer

03.07.2024 - 00:01:00

Die von der Bundesregierung 2022 beschlossene InflationsprÀmie hat 26 Millionen Arbeitnehmer erreicht.

Das geht aus einer Studie des Instituts fĂŒr Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hervor, ĂŒber die die "SĂŒddeutsche Zeitung" (Mittwochausgabe) berichtet. Demnach erhalten neben zwei Millionen Beamten 70 Prozent der sozialversicherten BeschĂ€ftigten die PrĂ€mie von bis zu 3.000 Euro, die Arbeitgeber steuer- und abgabenfrei gewĂ€hren können. Die Arbeitgeber zahlen von 2022 bis 2024 mehr als 50 Milliarden Euro aus, rechnet das gewerkschaftsnahe Institut aus einer Befragung von 10.000 BeschĂ€ftigten hoch. Viele der beteiligten Akteure hatten im Vorfeld nur geringe Erwartungen an die PrĂ€mie.

Die Bundesregierung sah dafĂŒr kaum Ausgaben vor. Zahlreiche Unternehmen scheuten sich zunĂ€chst, eine PrĂ€mie zu zahlen. Gewerkschaften strĂ€ubten sich zunĂ€chst, weil sie fĂŒrchteten, dass die Arbeitnehmer vor allem mit einmaligen Zahlungen statt Lohnerhöhungen abgespeist wĂŒrden. BeschĂ€ftigte, die die PrĂ€mie erhalten, reagieren der Studie zufolge positiv. So fĂŒhlen sich befragte Arbeitnehmer dadurch finanziell mittel bis sehr stark entlastet. EmpfĂ€nger sehen die eigene wirtschaftliche Lage positiver als BeschĂ€ftigte, die keine PrĂ€mie bekommen. Vor allem geben EmpfĂ€nger seltener an, ihre Ausgaben einzuschrĂ€nken als BeschĂ€ftigte ohne PrĂ€mie - ob fĂŒr Restaurants, ihre Wohnung, Freizeit oder Urlaub. Wer die PrĂ€mie bekommt, will die Ausgaben auch hĂ€ufiger ausweiten als die anderen, heißt es in der Studie. Das ist relevant, weil am Höhepunkt der Teuerungswelle 2022 viele Deutsche ankĂŒndigten, ihre Ausgaben deutlich einzuschrĂ€nken. "Die Zahlung der PrĂ€mie hat beigetragen, den Konsum zu stabilisieren", sagte IMK-Direktor Sebastian Dullien. "Die InflationsprĂ€mie hat eine deutlich positive Wirkung auf die wirtschaftliche Lage und die Stimmung im Land."

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