Steuern

Ifo-Institut warnt vor Mindereinnahmen durch Reichensteuer-Anhebung

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die von der Bundesregierung geplante Anhebung der Reichensteuer sowie die zusĂ€tzliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden nach EinschĂ€tzung des Ifo-Instituts zu milliardenschweren EinnahmeausfĂ€llen fĂŒhren.Der Leiter des Ifo-Zentrums fĂŒr Finanzwissenschaft, Andreas Peichl, sagte der "Bild": "Schon jetzt liegt die Steuerbelastung der Besser- und Gutverdiener am Maximum.

Ifo-Institut warnt vor Mindereinnahmen durch Reichensteuer-Anhebung
Finanzamt (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Jede weitere Belastung wird dem Staat nicht mehr, sondern weniger Einnahmen bescheren." Sollte die Regierung ihre Vorhaben bei Reichensteuer und Beitragsbemessungsgrenze umsetzen, drohten "Mindereinnahmen von mehreren Milliarden Euro".

Grund sei, dass die Betroffenen wegen der höheren Belastung dann zum Beispiel weniger arbeiteten, sagte Peichl: "Oder sie werden versuchen, ihre Steuerlast zu senken und zum Beispiel mehr Ausgaben von der Steuer abzusetzen."

Zugleich schlug er vor, die Ausnahmen bei der Einkommensteuer zu senken, wenn der Staat Mehreinnahmen erzielen wolle. "Wenn der Finanzminister die Staatseinnahmen erhöhen will, sollte er etwas anderes machen: Er sollte dafĂŒr sorgen, dass die BĂŒrger weniger Dinge von der Steuer absetzen können", sagte Peichl. Aktuell gebe es mehr als 500 verschiedene Möglichkeiten, beispielsweise die Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen oder VereinsbeitrĂ€gen. Damit liege Deutschland auch mehr als doppelt ĂŒber dem OECD-Durchschnitt. WĂŒrde die HĂ€lfte der Leistungen, die man absetzen kann, gestrichen, könnte der Staat im Jahr rund 35 Milliarden Euro mehr Steuern einnehmen, so Peichl.

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