Arbeitsmarkt, Gesellschaft

Fratzscher kritisiert Rentenreform-VorschlÀge als zu vorsichtig

21.06.2026 - 08:46:42 | dts-nachrichtenagentur.de

Die VorschlĂ€ge der Rentenkommission werden nach Ansicht des PrĂ€sidenten des Deutschen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, nicht ausreichen, um die gesetzliche Alterssicherung zu stabilisieren.Die ReformvorschlĂ€ge der Rentenkommission gingen in die richtige Richtung, blieben jedoch insgesamt zu vorsichtig, sagte er der "Rheinischen Post".

Fratzscher kritisiert Rentenreform-VorschlÀge als zu vorsichtig
Wirtschaft - Senioren am Strand (Archiv) 21.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Den ReformvorschlĂ€gen fehlten "Mut und Konsequenz", denn sie Ă€nderten auf absehbare Zeit nichts Grundlegendes an den drei grĂ¶ĂŸten Problemen: der hohen Altersarmut, der zu starken Belastung der jungen Generation und der Schieflage bei der Gerechtigkeit, so der Ökonom.

Fratzscher wies auf "viele kluge und richtige Elemente" hin - etwa die Erhöhung des Renteneintrittsalters, die EinfĂŒhrung einer kapitalgedeckten Rente und eine Reduzierung von FrĂŒhverrentungen. Aber bei all diesen Elementen fehle der Rentenkommission der Mut, notwendige VerĂ€nderungen konsequent und zĂŒgig umzusetzen, mahnte er. Außerdem kritisierte Fratzscher, die VorschlĂ€ge wĂŒrden "nichts Grundlegendes an der hohen und wohl weiter steigenden Altersarmut Ă€ndern".

Von der Regierung forderte der Ökonom Nachbesserungen. "Die Rentenkommission macht lediglich VorschlĂ€ge, die Politik muss die Entscheidungen treffen. Die VorschlĂ€ge sollten nachgebessert werden, um vor allem die Grundrente zu stĂ€rken und armutsfester zu machen, große Einkommen und Vermögen im Alter stĂ€rker zu berĂŒcksichtigen und die Finanzierung auf nachhaltigere FĂŒĂŸe zu stellen", sagte Fratzscher.

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