Weitere Warnstreikwelle beginnt am Flughafen Hannover
14.03.2024 - 22:22:13Am Flughafen Hannover hat am Donnerstagabend die zweite Welle der Warnstreiks des Luftsicherheitspersonals begonnen. Seit 22.00 Uhr seien dort die ersten SicherheitskrÀfte im Ausstand, bestÀtigte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi.
ZunĂ€chst legten nur die Mitarbeiter fĂŒr die Kontrolle von Fracht und Besatzungsmitglieder die Arbeit nieder, ab Mitternacht soll auch die Passagierkontrolle bestreikt werden. Der Warnstreik soll bis Freitag, 12.00 Uhr, dauern.
Keine AbflĂŒge bis 12 Uhr
Der Flughafen hatte zuvor mitgeteilt, dass es am Freitag zwischen Mitternacht und 12.00 Uhr in Hannover keine Starts mit Passagieren geben werde. Die meisten AbflĂŒge wurden gestrichen, einige Airlines verlegten Starts auf Zeiten vor oder nach dem Streik oder weichen auf andere FlughĂ€fen wie Braunschweig oder Paderborn aus. Ankommende Maschinen wĂŒrden dagegen weiter abgefertigt. In Hannover gibt es anders als an vielen anderen Airports kein Nachtflugverbot.
Der Warnstreik soll am Freitag schrittweise auf weitere FlughĂ€fen ausgeweitet werden - darunter Dortmund, Weeze, Dresden, Leipzig und erneut Karlsruhe/Baden-Baden.Â
FĂŒnf FlughĂ€fen bestreikt
Bereits am Donnerstag hatten Warnstreiks des Sicherheitspersonals an fĂŒnf deutschen FlughĂ€fen den Betrieb weitgehend zum Erliegen gebracht. Betroffen waren die FlughĂ€fen in Berlin, Hamburg, Stuttgart, Köln/Bonn sowie Karlsruhe/Baden-Baden. In der Regel wurden sĂ€mtliche AbflĂŒge gestrichen, weil Passagiere und Waren keine Sicherheitskontrollen mehr durchlaufen konnten. Bei den Landungen kam es ebenfalls zu zahlreichen AusfĂ€llen. Nach SchĂ€tzungen des Flughafenverbandes ADV wurden mehr als 580 Flugverbindungen abgesagt. FĂŒr Freitag rechnet der Verband mit einer deutlich geringeren Anzahl abgesagter Verbindungen.
Mit den Warnstreiks will Verdi vor der nĂ€chsten Verhandlungsrunde am 20. MĂ€rz den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Bei den Tarifverhandlungen der Luftsicherheit geht es um die Löhne und Arbeitsbedingungen von rund 25.000 BeschĂ€ftigten privater Sicherheitsdienstleister.Â







