Wehrbeauftragte, AttraktivitÀt

Wehrbeauftragte pocht auf höhere AttraktivitÀt der Bundeswehr

21.04.2024 - 01:00:00

Die Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) hĂ€lt eine höhere AttraktivitĂ€t der Bundeswehr fĂŒr nötig, um ihre Personalprobleme zu beheben.

"Wir brauchen mehr Menschen, um uns wirksam verteidigen zu können. Das ist völlig klar", sagte Högl den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

Aber solange "die Kasernen verrotten, es keine Vollausstattung gibt und die Belastung immer weiter zunimmt, ist die Bundeswehr nicht ausreichend attraktiv fĂŒr junge Menschen". Högl hĂ€lt das Ziel, die Bundeswehr bis 2031 von aktuell 181.000 auf 203.000 Soldaten zu vergrĂ¶ĂŸern, fĂŒr "kaum" zu erreichen. "Gerade ist die Entwicklung sogar rĂŒcklĂ€ufig: Die Bundeswehr schrumpft und wird Ă€lter." Die ausgesetzte Wehrpflicht wieder einzufĂŒhren, könne die Personalprobleme der Bundeswehr kurzfristig nicht lösen. "Darauf wĂ€re die Bundeswehr auch gar nicht vorbereitet", sagte Högl. Es fehlten Stuben, Ausbilder, Uniformen und AusrĂŒstung. "Ich bin dafĂŒr, Schritte zu gehen in Richtung eines Gesellschaftsjahres fĂŒr Frauen und MĂ€nner, das man auch bei der Bundeswehr machen könnte", sagte sie. "Es wĂ€re gut, noch in dieser Wahlperiode eine Grundentscheidung zu treffen - und in der nĂ€chsten ein konkretes Konzept umzusetzen." ZurĂŒckhaltend beurteilte Högl den Vorschlag, die Bundeswehr fĂŒr Bewerber ohne deutschen Pass zu öffnen. "Soldatin oder Soldat zu sein, ist in Deutschland sehr eng verknĂŒpft mit der StaatsbĂŒrgerschaft", sagte die Wehrbeauftragte. "Aber selbstverstĂ€ndlich sollten mehr Personen mit Migrationsgeschichte in der Bundeswehr dienen."

@ dts-nachrichtenagentur.de