WHO warnt: Viele Tote durch Krankheiten im Gazastreifen
29.11.2023 - 14:55:52Grund seien die Ballung von Menschen, fehlende Medikamente und Nahrungsmittel sowie die schlechten hygienischen ZustÀnde, schrieb Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch auf der Plattform X, vormals Twitter.
Aktuell gebe es bereits 111 000 FĂ€lle von Atemwegsinfektionen, 75 000 Menschen mit Durchfall, darunter fast die HĂ€lfte Kinder unter fĂŒnf Jahre. Hinzu kĂ€men 12 000 FĂ€lle von KrĂ€tze, 11 000 von LĂ€usen, 2500 von Impetigo, einem ansteckenden Hautausschlag, 2500 von Windpocken und 1100 von Gelbsucht. "Angesichts der LebensumstĂ€nde und fehlender Gesundheitsversorgung könnten mehr Menschen an einer Krankheit sterben, als durch Bomben", schrieb Ghebreyesus.
Nach Angaben der islamistischen Hamas sind seit Beginn des Gaza-Krieges am 7. Oktober fast 15 000 Menschen getötet worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen. Nach einem Hamas-TerrorĂŒberfall auf Israel mit mehr als 1200 Toten hat Israel Luftangriffe auf das KĂŒstengebiet geflogen und begann Ende Oktober eine Bodenoffensive.
Rund 1,8 der mehr als 2,2 Millionen Einwohner seien nach SchĂ€tzungen durch Angriffe und die Zerstörung ihrer HĂ€user vertrieben worden, hatte das UN-NothilfebĂŒro OCHA am Dienstag mitgeteilt. Gut 1,1 Millionen Menschen hĂ€tten in völlig ĂŒberfĂŒllten Einrichtungen des UN-Hilfswerks fĂŒr PalĂ€stinensische FlĂŒchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) Zuflucht gefunden. Weitere gut 190 000 Menschen kampierten in Schulen, FestsĂ€len oder GemeindehĂ€usern, die anderen seien bei Gastfamilien untergekommen.

