ROUNDUP, Erstmals

Erstmals Todesfall mit Vogelgrippe-Virus Typ H5N2 gemeldet

06.06.2024 - 06:35:05

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den weltweit ersten Todesfall eines Menschen gemeldet, der mit einem im Labor bestÀtigten Vogelgrippe-Virus A (H5N2) infiziert war.

Der Fall sei aus Mexiko gemeldet worden, berichtete die WHO am Mittwochabend in Genf. Mehrere Laboranalysen hÀtten den Virustyp bestÀtigt. Von 2003 bis Mai 2024 waren der WHO aus 23 LÀndern insgesamt 463 TodesfÀlle nach Infektionen mit Vogelgrippeviren gemeldet worden, es handelte sich aber immer um A (H5N1).

Infektionen mit Vogelgrippe-Viren sind meldepflichtig. In vielen LÀndern werden aber nicht alle TodesfÀlle mit vogelgrippeÀhnlichen Symptomen wie Atemproblemen oder Durchfall untersucht oder die LaborkapazitÀten reichen zur Bestimmung von Viren nicht aus. Deshalb ist naheliegend, dass nicht jeder Fall der WHO gemeldet wird.

Die WHO rief alle LĂ€nder erneut auf, wachsam zu sein und HĂ€ufungen von Krankheiten genau zu untersuchen. "Auf der Grundlage der verfĂŒgbaren Informationen schĂ€tzt die WHO das derzeitige Risiko fĂŒr die Allgemeinbevölkerung, das von diesem Virus ausgeht, als gering ein", teilte die WHO mit.

Der Fall sei der erste Vogelgrippe-Tote in Mexiko ĂŒberhaupt gewesen. Die Person (59) habe mehrere andere Krankheiten gehabt. Sie habe nach mehreren Wochen Krankheit plötzlich hohes Fieber und Atemnot gehabt, sei ins Krankenhaus gekommen und dort am 24. April gestorben. Es gebe bislang keine Hinweise, dass die Person infiziertem GeflĂŒgel oder anderen Vögeln ausgesetzt war. Unter Verwandten, Bekannten und medizinischem Personal, das mit der Person zu tun hatte, seien keine weiteren Infektionen festgestellt worden.

Vogelgrippe wird in aller Regel durch den Kontakt mit infizierten Vögeln ĂŒbertragen. Er kann sich in seltenen FĂ€llen auch von einem auf den anderen Menschen ausbreiten. Das ist nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC bislang aber sehr selten passiert und habe nur wenige Menschen betroffen. Eine Infektion verlĂ€uft meist harmlos. Die Viren könnten sich aber so verĂ€ndern, dass sie leichter von Mensch zu Mensch ĂŒbertragen werden können. Deshalb wurden Impfstoffkandidaten entwickelt, die im Fall einer Pandemie schnell zu verfĂŒgbaren Mitteln weiterentwickelt werden können.

In Mexiko sei ein Nachweis des Virus in GeflĂŒgel gemeldet worden, berichtete die WHO weiter. Im MĂ€rz sei ein A(H5N2)-Ausbruch in einem GeflĂŒgelbetrieb in einem Hinterhof im Bundesstaat MichoacĂĄn festgestellt worden - dieser grenzt an den Bundestaat MĂ©xico, wo die infizierte Person gelebt habe.

@ dpa.de