Hessen und Niedersachsen: Flottengrenzwerte spÀter verschÀrfen
10.11.2024 - 01:00:00"Um die Strafzahlungen abzuwenden, ist zu befĂŒrchten, dass die Hersteller den Verkauf von herkömmlichen Verbrennerfahrzeugen drosseln - und sich so in ihrem Absatz selbst beschrĂ€nken mĂŒssen", befĂŒrchten Mansoori und Lies. Es drohe ein "Teufelskreislauf", der die Hersteller immer weiter belaste. Eine mögliche Lösungen könnte den beiden Ministern zufolge sein, die Strafzahlungen auszusetzen oder auf einen spĂ€teren Zeitpunkt zu verschieben. Ein grundsĂ€tzliches AufkĂŒndigen der Klimaziele lehnen die beiden SPD-Politiker dagegen ab. "Die Industrie verlangt klare und verlĂ€ssliche Rahmenbedingungen, um Sicherheit bei den zukĂŒnftigen Investitionsentscheidungen zum Hochlauf der Produktion von E-Autos zu haben. Daher dĂŒrfen die Klimaziele bis 2050 im Zuge der aktuellen Diskussion nicht zur Disposition gestellt werden." Vor allem die Krise beim gröĂten deutschen Autobauer Volkswagen treibt die beiden Minister derzeit um. VW hatte angekĂŒndigt, bis zu drei Werke schlieĂen zu wollen. In Niedersachsen gibt es sechs VW-Werke, darunter den Stammsitz in Wolfsburg. In Hessen gibt es das VW-Werk im nordhessischen Baunatal, das nach Wolfsburg die zweitmeisten BeschĂ€ftigten zĂ€hlt und in dem Originalteile und Komponenten produziert werden. Zuletzt hatten Mansoori und Lies bereits zusammen mit der Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (Berlin, SPD) und dem sĂ€chsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) fĂŒr ein "Flat-Curve-Modell" plĂ€diert, das stufenweise eine Absenkung der Grenzwerte vorsieht.


