Zahl, AsylantrÀge

Zahl der AsylantrÀge in der EU anhaltend hoch

06.07.2024 - 12:19:47

Die Zahl der AsylantrĂ€ge in der EuropĂ€ischen Union plus Norwegen und der Schweiz verharrt trotz der zuletzt verabschiedeten EU-Migrationsabkommen mit Tunesien und Ägypten auf einem anhaltend hohen Niveau.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wurden in der EU plus Norwegen und der Schweiz 499.470 AsylantrĂ€ge gestellt - ein RĂŒckgang von lediglich zwei Prozent gegenĂŒber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf bisher unveröffentlichte Zahlen der Asylagentur der EuropĂ€ischen Union (EUAA). Die Zahlen werden demnach in einem als vertraulich gekennzeichneten Bericht der EU-Kommission vom 3. Juli zur Lage der Migration in der EU und in Drittstaaten genannt. Deutschland verzeichnet laut EUAA bei der Zahl der AsylantrĂ€ge im ersten Halbjahr einen RĂŒckgang von 20 Prozent auf 115.682. Trotz dieses RĂŒckgangs bleibt Deutschland aber weiterhin Spitzenreiter in der EU. Die meisten AsylantrĂ€ge hierzulande stammten von Syrern (29 Prozent), Afghanen (18 Prozent) und TĂŒrken (zehn Prozent).

Deutschland ist laut Statistik der EUAA besonders attraktiv bei FlĂŒchtlingen aus Syrien und Afghanistan: Jeder zweite FlĂŒchtling aus diesen beiden LĂ€ndern (Syrien: 50 Prozent; Afghanistan: 48 Prozent) stellte im ersten Halbjahr in der Bundesrepublik seinen Asylantrag. Spanien verzeichnete in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres laut EUAA 87.700 AsylantrĂ€ge (+1 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum), Italien 81.108 (+32 Prozent), Frankreich 77.474 (-6 Prozent) und Griechenland 29.776 (+77 Prozent). Die wenigsten Asylantragssteller gab es in Ungarn (13), der Slowakei (79) und Malta (234). In Österreich ging der Zahl der AsylantrĂ€ge um 41 Prozent zurĂŒck und in Bulgarien um 39 Prozent.

@ dts-nachrichtenagentur.de