StÀdte- und Gemeindebund fordert Asylkosten-Befreiung
09.07.2024 - 04:45:53 | dpa.de
Der Deutsche StĂ€dte- und Gemeindebund sieht im RĂŒckgang der Asylbewerberzahlen nur eine vorĂŒbergehende Entlastung und fordert die komplette Befreiung der Kommunen von den Asylkosten. «GrundsĂ€tzlich ist von zentraler Bedeutung, dass die StĂ€dte und Gemeinden von den Kosten fĂŒr Unterbringung, Versorgung und Integration vollstĂ€ndig entlastet werden», sagte der stellvertretende HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer, Uwe Zimmermann, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).Â
«Die leichte Entspannung, die sich beim Migrationsgeschehen aktuell abzeichnet, gibt den Gemeinden, StĂ€dten und Landkreisen zwar ein wenig Luft, um sich zu sortieren und zu organisieren», sagte er weiter. Letztlich handele es sich beim RĂŒckgang der Asylbewerberzahlen aber nur um eine punktuelle Entlastung.
Zimmermann: Integration ist langwieriger Prozess
Im Zeitraum Januar bis MĂ€rz 2024 stellten laut Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (BAMF) 71.061 Personen einen Asylantrag in Deutschland. GegenĂŒber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (80.978 ErstantrĂ€ge) bedeutet dies eine Abnahme um 19,2 Prozent.
Zimmermann sagte weiter, vielfach werde unterschÀtzt, dass Integration ein langwieriger Prozess sei. «Bei einem quantitativ ausgereizten System - wie zum Teil in Kitas und Schulen - kann es erst dann langfristig zu einer Entspannung kommen, wenn der Zuzug sich dauerhaft und nicht nur temporÀr verringert.»
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