Zahl stationÀrer Hautkrebsbehandlungen stark gestiegen
23.05.2023 - 08:44:09GegenĂŒber dem Vergleichsjahr 2001 legte sie bis 2021 um 75 Prozent zu, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Insgesamt wurden 105.700 Menschen wegen Hautkrebs stationĂ€r versorgt.
Zugenommen haben vor allem die BehandlungsfĂ€lle aufgrund des sogenannten hellen Hautkrebses, und zwar um 114 Prozent von 38.400 FĂ€llen im Jahr 2001 auf 82.100 im Jahr 2021. Wegen des sogenannten schwarzen Hautkrebses gab es im selben Jahr 23.700 stationĂ€re Behandlungen und damit sieben Prozent mehr als 2001. Vor allem die helle Variante steht in Verdacht, durch Sonnenlicht mitausgelöst zu werden. Hautkrebs war bei 7,4 Prozent aller stationĂ€ren Krebsbehandlungen im Jahr 2021 die Hauptdiagnose, 20 Jahre zuvor lag der Anteil noch bei 3,8 Prozent. MĂ€nner sind dabei hĂ€ufiger betroffen als Frauen: Auf sie entfielen 58 Prozent der stationĂ€ren Behandlungen wegen Hautkrebs, aber nur 48 Prozent aller Krankenhausbehandlungen insgesamt, so die Statistiker. Die Krankheit war im Jahr 2021 Todesursache fĂŒr etwa 4.100 Menschen. Das waren 55 Prozent mehr als im Jahr 2001 mit gut 2.600 solcher TodesfĂ€lle. Im selben Zeitraum ist die Zahl der TodesfĂ€lle wegen Krebserkrankungen insgesamt lediglich um zehn Prozent gestiegen. Wie bei den meisten Krebserkrankungen sind vor allem Ă€ltere Menschen betroffen: So war die HĂ€lfte der 2021 Verstorbenen 80 Jahre alt oder Ă€lter, mehr als ein Drittel war mindestens 85 Jahre alt, teilte das Bundesamt mit. Relativ gesehen ist das Risiko, an Hautkrebs zu versterben, in der Altersgruppe der 35- bis Unter-40-JĂ€hrigen am höchsten: Hier war Hautkrebs in 0,8 Prozent der TodesfĂ€lle die Todesursache, wĂ€hrend der Anteil insgesamt bei nur 0,4 Prozent lag.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


