LKA-Chef, Fehler

LKA-Chef: keine Fehler bei Fahndung nach Ex-RAF-Terroristen

07.04.2024 - 08:33:42 | dpa.de

Die Zielfahndung nach drei ehemaligen RAF-Terroristen lÀuft seit 2015. Im Februar wurde Daniela Klette gefasst. Die anderen konnten untertauchen - Fehler bei der Fahnung sieht LKA-Chef de Vries nicht.

Laut LKA-Chef Friedo de Vries wurden bei der Fahnung nach drei ehemaligen RAF-Terroristen keine Fehler gemacht. - Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Laut LKA-Chef Friedo de Vries wurden bei der Fahnung nach drei ehemaligen RAF-Terroristen keine Fehler gemacht. - Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Der Chef des niedersĂ€chsischen Landeskriminalamts, Friedo de Vries, hat die Arbeit seiner Ermittler bei der Fahndung nach drei frĂŒheren RAF-Terroristen verteidigt. «Derzeit kann ich nicht erkennen, dass uns ein Fehler unterlaufen ist», sagte de Vries der «Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung». Am 26. Februar war die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette in Berlin gefasst worden, verantwortlich fĂŒr den Einsatz waren sogenannte Zielfahnder des LKA Niedersachsen. SpĂ€ter war bekannt geworden, dass sie vor ihrer Festnahme noch einen Komplizen warnen konnte. 

«Bei EinsÀtzen dieser Art findet immer eine Nachbereitung statt», sagte de Vries. «Das wird auch hier der Fall sein, das ist Teil unserer professionellen Arbeit.»

Seit 2015 sei die Zielfahndung nach Klette und ihren mutmaßlichen Komplizen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg von Hannover aus betrieben worden. Es seien Tausende Hinweise und Spuren ĂŒberprĂŒft worden, schilderte der LKA-PrĂ€sident. «Mal war es vielversprechend, mal weniger. Es gab natĂŒrlich in der Zeit auch Misserfolge. Bedeutend ist, dass uns das nicht entmutigt hat.»

Kritik aus Berlin «irritierend»

De Vries verwahrte sich gegen Kritik auch aus den Reihen der Berliner Polizei. «Wenn man die AblĂ€ufe und Abstimmungen kennt, ist die öffentlich gemachte interne Kritik irritierend», sagte er. WĂ€hrend des Einsatzes habe man immer in Kontakt und Abstimmung mit der Berliner Polizei gestanden. Die Berliner Gewerkschaft der Polizei hatte die Kollegen in Niedersachsen in ungewöhnlich scharfer Form kritisiert und ihnen ProfilierungswĂŒnsche vorgeworfen.

Klette, Garweg und Staub gehörten der sogenannten dritten Generation der linksextremistischen Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF) an, die bis 1991 zahlreiche AnschlĂ€ge verĂŒbt und Menschen getötet hatte. Die 65-jĂ€hrige Klette sitzt in Untersuchungshaft im FrauengefĂ€ngnis in Vechta. Klette, Staub und Garweg wurden beziehungsweise werden auch wegen mehrerer RaubĂŒberfĂ€lle gesucht, bei denen auch auf Menschen geschossen wurde.

Klettes mutmaßliche Komplizen sind weiter auf der Flucht. Garweg lebte den Ermittlungen zufolge unter falschem Namen auf einem Bauwagen-GelĂ€nde in Berlin, konnte sich aber absetzen. 

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
politik | 65117590 |