Ampel-Politiker wollen Staatsleistungen an Kirchen beenden
22.08.2024 - 19:44:55"Es wird sicher kein Text, der LĂ€ndern abschlieĂend die Form der Ablösung vorschreiben wird", sagte Castellucci. In den LĂ€ndern wird das geplante Vorgehen des Bundes kritisch gesehen. FĂŒr eine Ablösung, so argumentieren die LĂ€nder, fehle gegenwĂ€rtig jedweder Spielraum im Haushalt. Rainer Robra, der Chef der Staatskanzlei in Sachsen-Anhalt, warnte die Ampel vor einem Alleingang. "Es wĂ€re dem deutschen Staatsaufbau angemessener, ein zustimmungspflichtiges Gesetz vorzulegen", sagte der CDU-Politiker der FAZ. Die LĂ€nder verweisen darauf, dass sie und nicht der Bund es sind, die jĂ€hrlich mehr als 600 Millionen Euro Staatsleistungen an die Kirchen als Kompensation fĂŒr Enteignungen in der Vergangenheit zahlen. Aus der CDU kommt derweil ein neuer Vorschlag. GĂŒnter Krings, der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, möchte nicht die Staatsleistungen streichen, sondern den Passus ĂŒber deren Ablösung im Grundgesetz. "Das Staat-Kirche-VerhĂ€ltnis hat sich seit 1919 auch ohne Ablösung der Staatsleistungen gut eingespielt", sagte Krings der Zeitung. Daher stelle sich die Frage, ob der Verfassungsauftrag sich nicht als solcher ĂŒberlebt habe und durch eine Ănderung des Grundgesetzes abgeschafft werden könne.


