Expertenkommission schlĂ€gt Reform vor: Strom gĂŒnstiger machen
26.06.2024 - 15:03:37 | dpa.deKonkret plĂ€diert eine unabhĂ€ngige Expertenkommission zum Energiewende-Monitoring fĂŒr eine Preisreform, die an den AusstoĂ von klimaschĂ€dlichem CO2 gekoppelt ist. Dabei sollten die Umlagen und Abgaben auf Strom gesenkt und dies mit einer höheren CO2-Bepreisung fossiler EnergietrĂ€ger gegenfinanziert werden.
Das schaffe Anreize, den Verbrauch fossiler EnergietrĂ€ger zu reduzieren und den Umstieg auf erneuerbare Energien zu fördern, sagte Kommissionsmitglied Anke Weidlich am Mittwoch. "Es fördert insbesondere die verstĂ€rkte Elektrifizierung, etwa durch WĂ€rmepumpen fĂŒr GebĂ€udeheizungen, Elektroautos im Verkehr und neue Prozesstechnologien in der Industrie."
Nach Auffassung der Expertenkommission sollten Diesel und Erdgas nicht mehr geringer besteuert werden als Benzin. Die Bundesregierung hatte die Stromsteuer fĂŒr das produzierende Gewerbe gesenkt. Die Expertenkommission spricht sich dafĂŒr aus, die Stromsteuer auch fĂŒr andere Verbrauchergruppen dauerhaft auf das europarechtlich zulĂ€ssige Mindestniveau abzusenken.
In dem Bericht der Kommission zum Stand der Energiewende heiĂt es, zwar gebe es Fortschritte, insbesondere beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Die von der Kommission aufgestellte Energiewende-Ampel stehe aber auf Gelb. Kommissionsmitglied Veronika Grimm sagte, die Kosten des Netzausbaus könnten gesenkt werden, indem bei der Umsetzung von Gleichstromprojekten Freileitungen vorgesehen werden, statt wie bisher Erdkabeln den Vorrang einzurĂ€umen.
Im Bundeswirtschaftsministerium will man die Empfehlungen auswerten und mit den Experten diskutieren.
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