DIHK fordert Zeitenwende in der Wirtschaftspolitik
19.02.2024 - 02:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de
"Die Wochen bis Ostern sind fĂŒr die weitere Entwicklung der deutschen Wirtschaft von groĂer Bedeutung, denn alles, was jetzt an Belastungen oder im Gegenzug an Entlastungen in Berlin und BrĂŒssel entschieden wird, wirkt sich direkt auf die InvestitionsplĂ€ne der Betriebe aus", sagte er der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe).
"Angesichts der wirtschaftlichen Rezession mĂŒssen alle politisch Verantwortlichen in Bund und LĂ€ndern jetzt die Chance nutzen, eine Zeitenwende in der Wirtschaftspolitik konkret einzulĂ€uten", sagte der Chef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK).
"Aufgrund der RĂŒckmeldungen von mehr als 27.000 Unternehmen in unserer aktuellen Umfrage gehen wir davon aus, dass es auch in diesem Jahr ein Minus geben wird. Zwei Minus-Jahre in Folge hat es bislang nur einmal in der deutschen Nachkriegsgeschichte gegeben", so Adrian.
Vor mehr als zwanzig Jahren habe die damalige Bundesregierung eine Agenda 2010 zur Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ausgerufen. "Jetzt brauchen wir ein Wachstumssignal fĂŒr die Zeit bis 2030. Die Politik muss dafĂŒr den Schalter umlegen", forderte er. Dazu biete sich beim Vermittlungsverfahren zum Wachstumschancengesetz die erste Gelegenheit als "ermutigendes Signal". DarĂŒber hinaus mĂŒssten Blockaden in Planungs- und Genehmigungsprozessen und BĂŒrokratie abgebaut werden. "Nur mit einer wachsenden Wirtschaft lassen sich auch wichtige staatliche Aufgaben solide finanzieren - von der Bildung ĂŒber die UnterstĂŒtzung in Notlagen bis hin zur Verteidigung", mahnte Adrian.
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