TerrorplÀne bei Swift-Konzert: Möglicher Helfer vor Gericht
14.07.2025 - 14:57:45Rund ein Jahr nach der Absage von Taylor-Swift-Konzerten in Wien aus Angst vor einem Terroranschlag hat in Berlin der Prozess gegen einen mutmaĂlichen IS-AnhĂ€nger begonnen. Der inzwischen 15-JĂ€hrige soll bei der Vorbereitung eines Anschlags geholfen haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm UnterstĂŒtzung einer terroristischen Vereinigung im Ausland und Vorbereitung einer schweren staatsgefĂ€hrdenden Gewalttat vor.Â
Aus Angst vor TerroranschlĂ€gen hatten die Veranstalter im August 2024 drei unmittelbar bevorstehende Konzerte des US-Popstars Taylor Swift in Wien abgesagt. Vorausgegangen war die Festnahme von zwei VerdĂ€chtigen - darunter ein 19-JĂ€hriger, der nach den Erkenntnissen der Polizei AnschlĂ€ge im GroĂraum Wien plante.
Bei dem 15-JĂ€hrigen, der vor dem Berliner Kammergericht steht, soll es sich um einen Komplizen handeln. Der Syrer soll von Mitte Juli bis August 2024 mit dem jungen Mann aus Ăsterreich in Kontakt gestanden haben.
Angeklagter soll Bombenbauanleitung ĂŒbersetzt haben
Der Jugendliche habe dem Ăsterreicher geholfen, indem er etwa eine Bombenbauanleitung aus dem Arabischen ĂŒbersetzt und Kontakt zu einem Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Ausland vermittelt habe, hieĂ es von der Bundesanwaltschaft Ende Juni. Zudem soll der damals 14-JĂ€hrige ihm eine Textvorlage fĂŒr den Treueschwur auf den IS ĂŒbermittelt haben, die dieser genutzt haben soll, um sich der Organisation als Mitglied anzuschlieĂen.Â
Der Prozess vor dem Kammergericht Berlin erfolgt ohne Ăffentlichkeit. Weil der Angeklagte noch minderjĂ€hrig ist, schloss der Senat Zuschauer aus, noch bevor die Anklage verlesen wurde, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.Â
FĂŒr den Prozess sind bislang insgesamt sieben Verhandlungstage bis zum 26. August geplant. Der inzwischen 15-JĂ€hrige befindet sich laut Bundesanwaltschaft auf freiem FuĂ.
Ermittlungen laufen in Ăsterreich weiter
Gegen den HauptverdĂ€chtigen, der in Untersuchungshaft sitzt, wird aktuell noch ermittelt, wie die Staatsanwaltschaft Wien der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. In Ăsterreich seien den Ermittlern keine weiteren mutmaĂlichen Komplizen bekannt.





