Arbeitsmarkt, Drei

Drei Viertel der TeilzeitfachkrĂ€fte wollen nicht zurĂŒck in Vollzeit

11.08.2023 - 12:46:01

Drei Viertel der TeilzeitfachkrĂ€fte wollen nicht zur Vollzeit zurĂŒckkehren.

Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Bilendi fĂŒr das Portal MeineStadt unter Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung hervor. Nur knapp 25 Prozent der Befragten gaben dabei an, "irgendwann wieder in Vollzeit arbeiten" zu wollen.

Womöglich wĂ€re der Anteil höher, wenn sich die Arbeitsbedingungen Ă€nderten. Die Befragten konnten selbst formulieren, weshalb sie Vollzeit ablehnen. Eine große Gruppe der Antwortenden will der Arbeit nicht so viel Bedeutung beimessen. Eine andere hĂ€ufige Antwort zielt auf die Belastungen im Beruf: "Ich kann mir nicht vorstellen, in der Pflege Vollzeit zu arbeiten. Das ist zu hart." Gerade in solchen Berufen könnte die umgekehrte Herangehensweise mehr Erfolg versprechen: Teilzeitangebote machen herausfordernde TĂ€tigkeiten fĂŒr manche erst attraktiv. Schon heute ist die Teilzeitquote in Pflegeeinrichtungen besonders hoch, 68 Prozent bei Frauen, 44 Prozent bei MĂ€nnern. Die Mehrzahl der Arbeitgeber scheint das verstanden zu haben. Über 68 Prozent der Befragten geben an, ihre Firma sei fĂŒr Teilzeitmodelle "eher offen" oder "sehr offen". Ein Drittel der nicht akademischen FachkrĂ€fte hat sich wegen einer höheren LebensqualitĂ€t gegen Vollzeit im Beruf entschieden. Der hĂ€ufigste Grund ist laut der Umfrage Kindererziehung, 34 Prozent der Befragten gaben das an. An zweiter Stelle folgen Krankheit, eine Behinderung und Unfallfolgen (15 Prozent). Knapp sieben Prozent finden keinen Vollzeitjob, fast fĂŒnf Prozent benötigen Zeit, um Angehörige zu pflegen. Laut Statistischem Bundesamt betrug die Teilzeitquote 2022 bei Frauen 49 Prozent, bei MĂ€nnern nur 12,7 Prozent. In der Gruppe der in der Umfrage angesprochenen Nichtakademiker mit Berufsausbildung sind gar 85 Prozent der Teilzeitler Frauen. So ĂŒberrascht es wenig, dass unter MĂ€nnern ein grĂ¶ĂŸerer Anteil fĂŒr mehr LebensqualitĂ€t von der Vollzeit abrĂŒckt: 43,3 Prozent gegenĂŒber 26,6 Prozent bei den Frauen.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de