Durchsuchungen, LĂ€ndern

Durchsuchungen in mehreren LĂ€ndern nach 1. Mai-Demo in Gera

08.11.2023 - 11:16:55

Am 1. Mai gab es in Gera Demonstrationen des rechten und des linken Spektrums. Ermittler gehen dem Vorwurf des Landfriedensbruch nach und durchsuchten nun Objekte von Beschuldigten in mehreren BundeslÀndern.

Im Zuge von Ermittlungen in der linken Szene nach einer Demonstration am 1. Mai in Gera hat die Polizei Objekte in mehreren BundeslÀndern durchsucht. Angaben der Staatsanwaltschaft Gera zufolge geht es um den Vorwurf des Landfriedensbruchs.

Nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen gibt es Ermittlungen in ThĂŒringen, Sachsen, Baden-WĂŒrttemberg, Hamburg und in Niedersachsen. Der «eindeutige Schwerpunkt» liege aber auf ThĂŒringen und Sachsen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera. Es seien mögliche Beweismittel sichergestellt worden, sagte der Sprecher, vor allem MobilfunkgerĂ€te und DatentrĂ€ger.

Konfrontation infolge Durchbruchsversuchs

Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, hatte es in der ostthĂŒringischen Stadt Gera zwei grĂ¶ĂŸere Demonstrationen mit jeweils Hunderten Teilnehmern gegeben - eine aus dem rechten Lager und eine Gegendemonstration aus dem ĂŒberwiegend linken Lager. Nach frĂŒheren Angaben der Polizei wurden damals mehrere Strafanzeigen ausgefertigt - unter anderem wegen Volksverhetzung, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Landfriedensbruch.

Wegen einer ZugverspĂ€tung geriet nach damaliger Darstellung der Polizei der Zeitplan fĂŒr die DemonstrationszĂŒge durcheinander. Um zu verhindern, dass die Demonstranten aufeinandertreffen, Ă€nderte die Polizei die Route der Gegendemonstration. Als es zu einem Durchbruchsversuch kam, griff die Polizei durch und wehrte diesen unter anderem mit Schlagstöcke und Pfefferspray ab. An dem Vorgehen gab es spĂ€ter Kritik, das Thema wurde auch im Innenausschuss des ThĂŒringer Landtags besprochen.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera bestĂ€tigte, dass die Durchsuchungen nun im Zusammenhang mit dem damaligen Durchbruchsversuch stehen. Der Schwerpunkt der Ermittlungen liege auf dem Vorwurf des Landfriedensbruchs, es gebe aber noch weitere VorwĂŒrfe, etwa ein tĂ€tlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.

@ dpa.de