Durchsuchungen, Angriffen

Durchsuchungen nach Angriffen von HSV-Fans auf Köln-AnhÀnger

28.07.2025 - 09:32:09 | dpa.de

In Hamburg greifen im Januar mehrere HSV-Fans AnhÀnger des 1. FC Köln auf der Reeperbahn an. Nun hat es im Norden Durchsuchungen gegeben. Den TatverdÀchtigen drohen auch Konsequenzen vom Verein.

Nach der brutalen Attacke auf Kölner AnhĂ€nger im Januar dieses Jahres hat die Polizei eine Großrazzia gegen HSV-Fans durchgefĂŒhrt. - Foto: Friso Gentsch/dpa
Nach der brutalen Attacke auf Kölner AnhĂ€nger im Januar dieses Jahres hat die Polizei eine Großrazzia gegen HSV-Fans durchgefĂŒhrt. - Foto: Friso Gentsch/dpa

Nach den brutalen Angriffen von HSV-Fans auf AnhÀnger des 1. FC Köln auf der Hamburger Reeperbahn zu Jahresbeginn hat es nun Durchsuchungen an mehreren Orten gegeben. Das bestÀtigte die Hamburger Polizei. ZunÀchst hatte die «Bild» berichtet. 

Am Vormittag teilte die Polizei mit, dass das fĂŒr Sportgewalt zustĂ€ndige Hamburger Landeskriminalamt 124 an 19 Orten in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zeitgleich Razzien durchgefĂŒhrt habe. Es bestehe der Verdacht des schweren Landfriedensbruchs und der gefĂ€hrlichen Körperverletzung.

Das Strafverfahren richte sich gegen insgesamt 22 HSV-Fans. Die MĂ€nner zwischen 19 und 36 Jahren wurden laut Mitteilung als TatverdĂ€chtige identifiziert. Weil fĂŒr keinen von ihnen HaftgrĂŒnde vorlagen, blieben alle nach den Durchsuchungen auf freiem Fuß.

«Das Landeskriminalamt hat jedoch bereits die VerhĂ€ngung von Stadionverboten fĂŒr sie angeregt», hieß es in der Mitteilung. Die Ermittlungen durch Polizei und Staatsanwaltschaft zu weiteren noch nicht identifizierten MittĂ€tern gingen weiter. 

Vermummte ĂŒberfallen Köln-Fans

Am 18. Januar dieses Jahres hatten laut Polizeiangaben mehr als 150 teils vermummte HSV-Fans wenige Stunden vor dem Zweitliga-Spitzenspiel gegen den 1. FC Köln (1:0) im Stadtteil St. Pauli feiernde GĂ€ste-AnhĂ€nger vor einem Lokal attackiert und einige von ihnen schwer verletzt. Etliche Angreifer seien danach geflĂŒchtet. Die Polizei ĂŒberprĂŒfte damals nach eigener Aussage mehr als 400 Personen.

Es kursierten auch Videos der Auseinandersetzungen im Internet. Die Bilder der Taten hatten bundesweit fĂŒr Empörung gesorgt. HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz hatte die Attacken scharf verurteilt und sich «fassungslos» gezeigt.

HSV leitet Verfahren fĂŒr Stadionverbote ein

In einer Stellungnahme am spĂ€ten Nachmittag nach den Durchsuchungen teilte der HSV mit, dass Stadionverbotsverfahren eingeleitet wĂŒrden. «Bereits nach den VorfĂ€llen im Januar haben wir als HSV unmissverstĂ€ndlich klar gemacht, dass wir uns maximal von Gewalt und dem Vorfall auf dem Kiez distanzieren», hieß es in der ErklĂ€rung des Bundesliga-Aufsteigers. 

Der Verein habe Hilfe bei der AufklĂ€rung angeboten und sei nach den Vorkommnissen im engen Austausch mit den Behörden gewesen. «Jetzt, da Ergebnisse der polizeilichen Untersuchungen vorliegen, können und werden wir aktiv werden. Konkret bedeutet das, dass unmittelbar Stadionverbotsverfahren eingeleitet wurden, ĂŒber die eine Stadionverbotskommission nach den Anhörungen entscheiden wird.»

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