Deutschland, Berlin

Großeinsatz wegen Putzmittel? Feuerwehr im Reichstagsgebäude

19.02.2026 - 09:24:07 | dpa.de

Ein Gasmelder löst im Reichstagsgebäude Alarm und einen größeren Feuerwehreinsatz aus. Der Auslöser war allem Anschein nach recht banal.

Die ersten Einsatzkräfte sind bereits wieder abgezuogen. - Foto: Fabian Nitschmann/dpa

Großeinsatz der Feuerwehr am Reichstagsgebäude in Berlin - und das alles wegen eines scharfen Putzmittels? Ein Gasmelder in dem bekannten Gebäude zwischen Brandenburger Tor und Spree hat in den frühen Morgenstunden Alarm geschlagen, die Feuerwehr eilte gleich mit Dutzenden Kräften hin. Vor Ort wurde ein sogenannter Dekontaminationsplatz aufgebaut, um die Sicherheit der Kräfte zu gewährleisten - je nachdem, auf welchen Gefahrstoff sie stoßen. 

Dann wurde der betroffene Raum inspiziert. Wie ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, geriet schnell ein zu hoch dosiertes Reinigungsmittel in den Fokus. Ob dies nun tatsächlich der Auslöser des Einsatzes war, konnte aber nicht ganz sicher geklärt werden, sagte der Sprecher am Einsatzort. Die Möglichkeit besteht, beendet wurde der Einsatz aber mit der Ergebnis «Ursache unklar».

Gasmelder schlug gegen 5.15 Uhr Alarm

Das Reichstagsgebäude wurde während des Einsatzes zeitweise gesperrt - in den frühen Morgenstunden dürften die Auswirkungen davon aber gering gewesen sein. Am Einsatzort waren angesichts der Uhrzeit und der Eiseskälte in der Hauptstadt kaum Menschen zu sehen. Die Sperrung wurde gegen 7.30 Uhr aufgehoben, wie ein Bundestagssprecher mitteilte. 

Rund 80 Kräfte waren laut Feuerwehr im Einsatz. Dem Sprecher zufolge ging die automatische Meldung am Morgen gegen 5.15 Uhr ein.

Buslinien umgeleitet 

Der Einsatz führte auch zu Verkehrseinschränkungen und Umleitungen von Buslinien, die am Reichstagsgebäude entlangfahren. Das Gebäude mit der markanten Kuppel von Architekt Norman Foster ist seit 1999 Sitz des Bundestages. Es ist auch eine Touristenattraktion und eines der Wahrzeichen der Hauptstadt.

Das Gebäude war in den vergangenen Jahren immer wieder mal Einsatzort der Feuerwehr. So gab es auch im April 2014 eine Gaswarnung. Besondere Absperrungen oder Evakuierungen waren aber auch damals nicht nötig.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 68592734 |

Weitere Meldungen

Was darf die Kunst? Kulturstaatsminister Weimer hat mit dem Ausschluss dreier Buchläden von einer Preisverleihung empörte Reaktionen ausgelöst. (Unterhaltung, 10.04.2026 - 08:00) weiterlesen...

Wahl-Berlinerin Schweblin gewinnt Millionen-Literaturpreis. Dafür erhält die Autorin in Spanien einen neuen Millionenpreis – der auch für Debatten sorgt. Als «gestochen scharfe Horrorgeschichten» lobt der Verlag das jüngste Werk von Samanta Schweblin. (Unterhaltung, 09.04.2026 - 11:42) weiterlesen...

Snowboarder aus Berlin stirbt in Lawine in Österreich. Zwei weitere Wintersportler kamen glimpflich davon. Das Trio war laut Polizei nicht für den Notfall ausgerüstet. Die Abfahrt nahe einer Staumauer wurde einem 49-Jährigen zum tödlichen Verhängnis. (Unterhaltung, 09.04.2026 - 10:26) weiterlesen...

Hitlergruß im Bundestag? AfD-Abgeordneter muss vor Gericht. Nun muss der sächsische AfD-Abgeordnete vor Gericht. Nach dem Vorwurf, im Bundestag den Hitlergruß gezeigt zu haben, verlor Matthias Moosdorf seine Immunität. (Politik, 08.04.2026 - 16:48) weiterlesen...

DFB-Präsident Neuendorf und DFL verurteilen Krawalle. Eine schnelle Aufarbeitung muss es laut DFL im Sinne aller 36 Proficlubs geben. Nach den Krawallen bei Dynamo gegen Hertha zeigen sich DFB-Präsident Neuendorf und die Deutsche Fußball Liga entsetzt. (Politik, 06.04.2026 - 13:28) weiterlesen...

«Gefährden den gesamten Fußball»: DFL verurteilt Krawalle. Eine schnelle Aufarbeitung müsse es im Sinne aller 36 Proficlubs geben. Nach den Krawallen im Stadion bei Dresden gegen Hertha zeigt sich die Deutsche Fußball Liga entsetzt. (Politik, 06.04.2026 - 12:31) weiterlesen...