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Union und SPD sehen sich in Umgang mit AfD im Bundestag bestÀtigt

Veröffentlicht am: 25.03.2026 um 00:01 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Ein Jahr nach der Konstituierung des neuen Bundestags sehen sich Union und SPD in ihrem schÀrferen Vorgehen gegen die AfD bestÀtigt.

AfD-Bundestagsfraktion (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
AfD-Bundestagsfraktion (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Eine Erfahrung des vergangenen Jahres ist: Man muss die Samthandschuhe ausziehen, Abgeordnete der AfD stellen, sie insbesondere mit Zwischenfragen direkt angehen, um WidersprĂŒche aufzudecken", sagte der Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der SPD-Fraktion, Dirk Wiese, der "SĂŒddeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe). "Schauen Sie, wie sehr das zum Beispiel Alice Weidel aus dem Konzept bringt, wie pampig sie reagiert."

Nach Angaben des Bundestags mussten im ersten Jahr bereits 49 Ordnungsrufe erteilt werden fĂŒr Verhalten, das die WĂŒrde des Parlaments verletze, 40 davon an AfD-Abgeordnete, neun an Linke. Damit steuert man hier auf einen Rekord zu. Der bisherige liegt bei 135 Ordnungsrufen in der Legislaturperiode 2021-2025.

Union und SPD haben daher auch die GeschÀftsordnung geÀndert. Bei drei Ordnungsrufen innerhalb einer Sitzung werden Abgeordnete jetzt automatisch des Saales verwiesen, bei drei Ordnungsrufen innerhalb von drei Sitzungswochen wird automatisch ein Ordnungsgeld festgesetzt. Und das mögliche Ordnungsgeld wurde von 1.000 auf 2.000 Euro und im Wiederholungsfall von 2.000 auf 4.000 Euro verdoppelt.

Der Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Unionsfraktion, Steffen Bilger, sagte der Zeitung, die Arbeit im Bundestag habe sich seit der Bundestagswahl im letzten Jahr spĂŒrbar verĂ€ndert. "Insbesondere durch die grĂ¶ĂŸere AfD-Fraktion haben LautstĂ€rke und AggressivitĂ€t im Plenum zugenommen." Es gebe mehr Provokationen und persönliche Diffamierungen. "Das betrifft insbesondere auch den Umgang mit Rednerinnen, die hĂ€ufiger Ziel unsachlicher Zwischenrufe und verbaler Attacken werden."

Dabei sei dieses Verhalten grundsÀtzlich an beiden politischen RÀndern zu beobachten. "Neben der AfD fallen auch Abgeordnete der Linken immer wieder durch persönliche Angriffe und bewusste Störaktionen im Plenum auf", so Bilger.

Der neue Bundestag war am 25. MÀrz 2025 erstmals zusammengetreten. Dort ist die Union mit 208 Abgeordneten stÀrkste Kraft, gefolgt von der AfD mit 150 Abgeordneten und der SPD mit 120.

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