Erdbeben erschĂŒttert LĂ€nder in SĂŒdostasien
28.03.2025 - 10:00:29Zu spĂŒren war es unter anderem in Thailands Hauptstadt Bangkok, aber auch in Teilen Indiens, Chinas und in Vietnams Hauptstadt Hanoi. In Myanmar selbst stĂŒrzte unter anderem ein Hotel in dem Ort Aung Pan nahe der Stadt Mandalay ein, dort sollen viele Menschen eingeschlossen sein, wie RettungskrĂ€fte in den sozialen Medien berichteten. Zahlen zu Verletzten oder gar Toten gab es zunĂ€chst nicht. Auch das AusmaĂ der SchĂ€den war noch völlig unklar.
In der thailĂ€ndischen Hauptstadt Bangkok brach der Rohbau eines Hochhauses nach den ErschĂŒtterungen in sich zusammen. Videos im Internet zeigten, wie das GebĂ€ude in sich zusammenstĂŒrzte, wĂ€hrend Arbeiter davonliefen. Medienberichten unter Berufung auf RettungskrĂ€fte zufolge sollen mehr als 40 Arbeiter darunter eingeschlossen worden sein. MinisterprĂ€sidentin Paetongtarn Shinawatra berief wĂ€hrend ihres Besuchs auf der Insel Phuket eine Notstandssitzung ein.
Das Deutsche Geoforschungsinstitut (GFZ) in Potsdam meldete ein Erdbeben der StĂ€rke 7,6 in Thailands Nachbarland Myanmar in einer Teife von circa 20 Kilometern. Die US-Erdbebenwarte USGS verzeichnete ein Beben der StĂ€rke 7,7 in zehn Kilometer Tiefe. Die Erde habe teils minutenlang gezittert, hieĂ es. Zudem registrierten die US-Forscher ein paar Minuten spĂ€ter etwas sĂŒdlich ein weiteres Erbeben mit einer StĂ€rke von 6,4.
Myanmar schon gezeichnet durch Chaos und Gewalt
Das Beben ereignete sich etwa 50 Kilometer östlich von Monywa in der Landesmitte. In der östlich davon gelegenen Stadt Mandalay, der mit 1,6 Millionen Einwohnern zweitgröĂten Stadt Myanmars, stĂŒrzten GebĂ€ude ein. In Sagaing brach eine alte BrĂŒcke ein. Auch Aung Ban liegt nahe Mandalay.
Fotos zeigten zudem beschĂ€digte historische Pagoden in Myanmars Hauptstadt Naypyitaw und ein beschĂ€digtes Kloster. Seit einem MilitĂ€rputsch im Februar 2021 versinkt das frĂŒhere Birma sowieso schon in Gewalt und Chaos, verschiedene Rebellengruppen kĂ€mpfen teils erfolgreich gegen die Armee.
In Bangkok bebte minutenlang die Erde, Menschen verlieĂen in Panik ihre HĂ€user. Im Stadtteil Silom im Zentrum der Hauptstadt waren Tausende Menschen auf der StraĂe, viele rannten. Sofort waren auch Helfer im Einsatz, die die Menschen anleiteten, sich unter freien Himmel zu begeben und die GebĂ€ude zu verlassen. Aus den KrankenhĂ€usern wurden Patienten auf die StraĂen gebracht. In vielen Wohnanlagen lieĂ das Beben die Schwimmbecken ĂŒberschwappen.
SchÀden und Verletzte in China
In China war das Beben auch in der an Myanmar angrenzenden Provinz Yunnan in SĂŒdwestchina deutlich zu spĂŒren, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete. Betroffen waren unter anderem die GroĂstadt Kunming und die bei Touristen beliebten Orte Lijiang und Dali.
Der Katastrophenschutz in der Stadt Ruili sprach von SchĂ€den an HĂ€usern und Verletzen, wie chinesische Medien unter Berufung auf die Behörde berichteten. Ein Video auf der chinesischen Online-Plattform Weibo, Chinas Pendant zur Plattform X, zeigte TrĂŒmmerteile auf einer StraĂe in Ruili und SchĂ€den an einem Hausdach. Auch in den chinesischen Provinzen Guizhou und Guangxi waren die ErdstöĂe zu spĂŒren. Aus Vietnam, wo etwa in der Hauptstadt Hanoi die Erde bebte, wurden zunĂ€chst keine SchĂ€den bekannt.
Oft verheerende SchÀden
Bei schweren Erdbeben wie jetzt in Myanmar sind die SchĂ€den meist verheerend. Oft sterben Tausende, durch die Zerstörungen verlieren ganze Bevölkerungen ihr Zuhause. Gerade Asien ist immer wieder betroffen. Afghanistan (Juni 2022), Indonesien (September 2028) und Nepal (Mai 2015) erleben Katastrophen mit Tausenden Toten. Als besonders verheerend ist das Erdbeben vom MĂ€rz 2011 vor der japanischen OstkĂŒste in Erinnerung, das fast 16.000 Menschenleben forderte und die Havarie des Atomkraftwerks in Fukushima verursachte.
In Pakistan und Indien werden nach einem Beben der StĂ€rke 7,6 im Oktober 2005 an die 80.000 Todesopfer gezĂ€hlt, 3,5 Millionen Menschen werden obdachlos. Zuvor hatte Weihnachten 2004 ein starkes Seebeben vor der Insel Sumatra gewaltige Tsunamis ausgelöst, die Tod und Zerstörung an die KĂŒsten des Indischen Ozeans brachten. GeschĂ€tzt 230.000 Menschen starben - darunter mehr als 500 Deutsche.

