Nach erneutem Fahnen-Eklat: Frankfurt siegt in Bochum
16.03.2025 - 18:16:35Eintracht Frankfurt hat sich auf dem Weg zurĂŒck in die Erfolgsspur in der FuĂball-Bundesliga auch von den eigenen Ultras nicht ausbremsen lassen. Am Sonntag gewann der Tabellenvierte das mit 50-minĂŒtiger VerspĂ€tung angepfiffene Spiel beim VfL Bochum 3:1 (2:0) und holte damit nach zuvor drei Bundesliga-Niederlagen in Serie wieder einen Punktedreier.
Drei Tage nach dem furiosen 4:1 im Achtelfinal-RĂŒckspiel der Europa League gegen Ajax Amsterdam schossen Rasmus Kristensen (27. Minute), Jean-MattĂ©o Bahoya (32.) und Michy Batshuayi (90.+6) die Tore fĂŒr das Team von Trainer Dino Toppmöller. Der VfL verpasste eine Woche nach dem 3:2-Coup beim FC Bayern einen weiteren Schritt in Richtung Klassenverbleib und kam durch Gerrit Holtmann (73.) nur noch zum Anschlusstreffer. Als Tabellen-16. bleibt Bochum fĂŒnf Punkte hinter einem sicheren Nicht-Abstiegsplatz. Die Eintracht hat mit 45 ZĂ€hlern die Champions League wieder fest im Blick.Â
Wieder Zaunfahnen-Eklat vor dem Spiel
Auf UnterstĂŒtzung musste die Eintracht dabei aber verzichten. Offenbar aus Protest, weil sie eine Zaunfahne abhĂ€ngen mussten, verlieĂen etliche SGE-Ultras schon vor dem verspĂ€teten Spielbeginn das Stadion. Der verbliebene Frankfurter Anhang feuerte das eigene Team in der Folge nur spĂ€rlich an.Â
«Ich bin froh, dass es dann angepfiffen wurde», sagte Frankfurts Robin Koch bei DAZN. Es sei ungewohnt gewesen, kurz vor dem eigentlichen Spielbeginn noch mal in die Kabine zu mĂŒssen: «Aber wir haben es geschafft, den Fokus zu halten.»
Das Spiel begann 50 Minuten spĂ€ter als geplant, weil ein altbekanntes Bochumer Problem wieder fĂŒr Ărger gesorgt hatte. Erstmals seit dem Januar 2024 verdeckte wieder ein Banner im Bereich der GĂ€stefans einen Fluchtweg. Vor 14 Monaten hatte die Partie gegen den VfB Stuttgart vor dem Abbruch gestanden, nun passierte das erneut. «Das ist schade fĂŒr den deutschen FuĂball, wenn du zwei Mannschaften mit so einer Fan-Base hast», sagte Bochums Holtmann.
Schiedsrichter Felix Zwayer hatte beide Teams um kurz nach 15.30 Uhr zurĂŒck in die Kabinen geschickt, weil die Eintracht-Fans sich zunĂ€chst geweigert hatten, die Zaunfahne zu entfernen. Erst nachdem Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche 34 Minuten nach dem geplanten Anpfiff die eigenen Fans erfolgreich aufgefordert hatte, das Banner abzuhĂ€ngen, ging es wenig spĂ€ter endlich weiter.Â
Frankfurt deutlich effektiver
Der erneute Eklat schien die GĂ€ste zumindest zu Beginn auch mehr zu beschĂ€ftigen als die Bochumer, die spielbestimmend und selbstbewusst begannen. Allerdings ging der VfL viel zu groĂzĂŒgig mit den Möglichkeiten um, die die Eintracht ihnen anbot. Erst allmĂ€hlich wurde die Eintracht wach, war dann aber effektiver.
Per Nachschuss erzielte Kristensen nach knapp einer halben Stunde die zu diesem Zeitpunkt recht schmeichelhafte FĂŒhrung fĂŒr die Hessen, die nur fĂŒnf Minuten spĂ€ter nachlegten: Bahoya wurde von Hugo EkitikĂ© mustergĂŒltig frei gespielt und staubte erfolgreich ab. WĂ€hrend die Eintracht vor dem Tor eiskalt zuschlug, mĂŒhten sich die Bochumer extrem und spielten teilweise viel zu umstĂ€ndlich.Â
Auch nach dem Wechsel fehlte es beim VfL lange an vielem. Wann immer es halbwegs gefĂ€hrlich wurde, war zudem Kaua Santos im Frankfurter Tor als Vertreter des verletzten Kevin Trapp zur Stelle. Der Brasilianer war erst bei Holtmanns Anschlusstreffer machtlos. In der Nachspielzeit wird es noch deutlicher fĂŒr Frankfurt.





