Joker, Larsson

Dank Joker Larsson: Eintracht bezwingt Riga

24.10.2024 - 20:39:19

Eintracht Frankfurt hinterlÀsst in der Europa League gegen Riga einen enttÀuschenden Eindruck. Dem Bundesligisten fÀllt lange Zeit nichts ein. Doch dann trifft der eingewechselte Larsson.

Eintracht Frankfurt hat in der Europa League einen glanzlosen Arbeitssieg eingefahren. Der Fußball-Bundesligist bezwang den lettischen Meister FK Rigas Futbola Skola mit 1:0 (0:0). In einem ĂŒber weite Strecken biederen Auftritt der Eintracht erzielte der eingewechselte Hugo Larsson vor 56.600 Zuschauern den Siegtreffer (79. Minute).

Die Frankfurter haben sich damit eine gute Ausgangsposition fĂŒr die weitere Ligaphase in der Europa League verschafft. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden aus den ersten drei Partien befindet sich die SGE in der Spitzengruppe.

Eintracht in der ersten HĂ€lfte ideenlos

Eintracht-Trainer Dino Toppmöller hatte seine Mannschaft vor der Begegnung gewarnt. Riga habe «sehr robuste Abwehrspieler, sehr große Abwehrspieler», sagte der Coach. Und zunĂ€chst gab es gegen die gut gestaffelte Defensive Rigas auch kein Durchkommen. Die SGE tat sich in der ersten HĂ€lfte schwer, zu Möglichkeiten zu kommen. Es fehlte an Tempo, Ideen und Durchschlagskraft. 

Die erste Chance hatten die GĂ€ste durch Adam Markhiyev, dessen Schuss aus spitzem Winkel knapp das Tor verfehlte (15.). Im Gegenzug scheiterte Omar Marmoush im Eins-gegen-Eins an Rigas Keeper Fabrice Ondoa.

Toppmöller nahm im Vergleich zum 1:2 bei Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga vier Wechsel vor. Unter anderem gab Jungstar Can Uzun sein Startelf-DebĂŒt fĂŒr die Frankfurter. Doch weder die Aufstellung des 18-jĂ€hrigen Uzuns, der im Sommer vom Zweitligisten 1. FC NĂŒrnberg zu den Hessen gewechselt war, noch die anderen VerĂ€nderungen brachten den gewĂŒnschten positiven Effekt.

Pfiffe zur Pause

Daran Ă€nderte auch ein Abschluss des kroatischen StĂŒrmers Igor Matanovic nichts, der ebenfalls neu in die Startelf kam. Der Versuch des Nationalspielers aus der Distanz rauschte knapp am rechten Tor vorbei (33.). Als Reaktion auf die dĂŒrftige Vorstellung ihres Teams gab es von den Eintracht-AnhĂ€ngern zur Pause einige Pfiffe.

Auch Toppmöller konnte mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein. Er brachte zur zweiten HĂ€lfte den spĂ€teren TorschĂŒtzen Larsson fĂŒr Mo Dahoud und fand offensichtlich auch die richtige Ansprache in der Kabine. 

Die SGE spielte nun deutlich druckvoller. Tuta erzielte das vermeintliche 1:0, doch sein Treffer zÀhlte aufgrund einer Abseitsposition nicht (48.). Marmoush und Niels Nkounkou zielten zudem knapp am GÀste-Tor vorbei (52./53.).

Auf der linken Seite leistete sich Nkounkou einen Riesenbock bei einem KlÀrungsversuch, so dass Roberts Savalnieks allein vor Eintracht-Torwart Kevin Trapp auftauchte. Der 34-JÀhrige parierte den Schuss des Letten jedoch stark (58.).

Elfmeter fĂŒr Frankfurt wird zurĂŒckgenommen

Nach einem Foulspiel an Marmoush entschied der niederlĂ€ndische Schiedsrichter Allard Lindhout zunĂ€chst auf Strafstoß fĂŒr die Gastgeber. Nach ÜberprĂŒfung der Videobilder nahm der Unparteiische den Elfmeter zurĂŒck, da sich das Foulspiel außerhalb des Strafraums ereignete. 

In der Schlussphase erlöste Larsson die Eintracht mit dem 1:0. Im direkten Gegenzug hatte die SGE GlĂŒck, nicht den Ausgleich zu kassieren, als Markhiyev mit einem wuchtigen Abschluss nur die Latte traf.

@ dpa.de