Eintracht Frankfurt kassiert in Leipzig sechs Gegentore
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 18:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFrankfurts Gegentore belasten die Mannschaft
- Eintracht Frankfurt lag in Leipzig bereits nach fünf Minuten mit 0:2 zurück.
- Trainer Adi Hütter nahm Kapitän Robin Koch zur Halbzeit aus dem Spiel.
- Am Freitag empfängt Frankfurt den 1. FC Köln und hat zu Hause noch nicht gewonnen.
Eintracht Frankfurt hat bei RB Leipzig mit 0:6 verloren und steht nach fünf Spieltagen mit fünf Punkten sowie 16 Gegentoren unter erheblichem Druck.
Hütter kritisiert die Defensive
Das Ergebnis markierte den bisherigen Tiefpunkt der Saison. Frankfurt kassierte zwei Treffer in den ersten fünf Minuten und geriet kurz vor der Pause durch zwei weitere Gegentore endgültig auf die Verliererstraße.
Trainer Adi Hütter sprach von einer nicht bundesligatauglichen Defensivleistung. Die Mannschaft habe den Laden erneut nicht zusammengehalten, sagte Jonathan Burkardt. Für ihn gehe es nicht um System oder Personal, sondern um Einstellung und Verantwortung.
Kapitän Koch reagiert
Hütter machte Robin Koch zum sichtbaren Zeichen seiner Kritik. Der Trainer erklärte, von einem Kapitän und Führungsspieler bei 16 Gegentoren mehr zu erwarten, und begründete die Auswechslung zur Halbzeit mit dessen Rolle als Abwehrchef.
Koch erklärte am Sonntag, die kommenden Tage würden nicht einfach. Weglaufen sei für ihn aber keine Option. Als Kapitän müsse er die Niederlage mit dem Team aufarbeiten, die Partie wegstecken und die Mannschaft wieder aufrichten. Bei den Fans entschuldigte sich der 30-Jährige.
Defensive bleibt Hütters Hauptaufgabe
Der Trainer stellte in Leipzig von einer Dreier- auf eine Viererkette um, ohne die Gegentor-Flut zu stoppen. Torhüter Noah Atubolu sagte, er habe zwischenzeitlich das Gefühl gehabt, Frankfurt spiele mit zwei Mann weniger.
Bereits in der vergangenen Saison hatte Frankfurt 65 Gegentore kassiert. Im Sommer veränderte sich die Defensive zudem durch die Abgänge von Nathaniel Brown, Rasmus Kristensen und Aurèle Amenda.
Freitag wartet Köln
Hütter will in der kurzen Trainingswoche vor allem Leidenschaft und Gier zurückbringen. Am Freitagabend empfängt Frankfurt den 1. FC Köln – eine Partie, in der die Hessen zu Hause erstmals in dieser Saison gewinnen wollen.
Defensive als zentrale Baustelle
Frankfurt hat nach fünf Bundesliga-Spielen fünf Punkte und 16 Gegentore kassiert. Die hohe Zahl verweist nicht auf ein einzelnes Fehlverhalten, sondern auf ein wiederkehrendes strukturelles Problem: Die Mannschaft findet trotz wechselnder Formationen und personeller Anpassungen keine stabile defensive Ordnung.
Der 0:6-Rückstand nach frühem Doppelschlag und weiteren Treffern vor der Pause verschärft diese Lage. Für Trainer Adi Hütter steigt damit der Druck, kurzfristig eine belastbare Lösung zu finden. Der angekündigte mentale Ansatz richtet sich an die gesamte Mannschaft, besonders aber an die Führungsspieler.
Kurze Frist bis zum nächsten Spiel
Die nächste Gelegenheit zur Reaktion bietet sich bereits am Freitag gegen den 1. FC Köln. Das Heimspiel erhält dadurch zusätzliches Gewicht: Frankfurt hat in dieser Saison zu Hause noch nicht gewonnen. Ein weiterer Punktverlust würde die sportliche Krise vertiefen und die Diskussion über Personal, System und Verantwortungsübernahme weiter anheizen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
DER SPIEGEL: „Fußball-Bundesliga: RB Leipzig demontiert Eintracht Frankfurt dank Christopher Nkunku“ (10.10.2026)
Der Bericht hebe den Hattrick von Christopher Nkunku und die Entlastung für Leipzigs Trainer Martin Demichelis hervor. Zugleich ordne er Frankfurt als Mannschaft in einer Krise ein und verweise auf den Tabellenplatz 13; die Debatte um Robin Koch und die interne Aufarbeitung rücke dort weniger in den Mittelpunkt.
MDR: „RB Leipzig erneut mit 6:0-Gala gegen Eintracht Frankfurt“ (10.10.2026)
Der Spielbericht betone neben Nkunkus Hattrick die frühe Leipziger Führung und die Wiederholung der 0:6-Niederlage aus der Vorsaison. Anders als die dpa-Meldung richte er den Schwerpunkt stärker auf den Spielverlauf und Leipzigs Vorbereitung auf die Champions League.
Beide Berichte bestätigten den klaren Leipziger Sieg und Frankfurts Krise. Unterschiede ergäben sich vor allem beim Fokus: Während die dpa-Meldung die defensive Verantwortung und Kochs Rolle beleuchte, stellten die anderen Beiträge Torschützen, Spielverlauf und Leipzigs sportliche Erleichterung heraus.

