Bundesliga, SC Freiburg

Freiburger KunstschĂŒtze Grifo verdirbt Eintracht den Abend

19.10.2025 - 18:15:25

Eintracht Frankfurt zeigt in Freiburg zunĂ€chst eine gute Reaktion auf die DĂ€mpfer vor der LĂ€nderspielpause. Jonathan Burkardt trifft gleich zweimal. Dann schlagen die Hausherren spĂ€t zurĂŒck.

Nach dem nĂ€chsten intensiven Kick der Frankfurter Eintracht beim SC Freiburg schleppten sich beide Teams vor ihre Fankurven und holten sich nach dem 2:2 (2:1)-Unentschieden den Applaus ab. Die Frankfurter Spieler wirkten nach dem Remis aber nicht wirklich glĂŒcklich. Der sehenswerte Freistoß von Freiburgs Vincenzo Grifo in der 87. Minute verdarb den Hessen den Abend.

Trotz eines Doppelpacks von Nationalspieler Jonathan Burkardt verpassten die Spektakel-Spezialisten aus Frankfurt in der Fußball-Bundesliga ihren vierten Saisonsieg. In der Tabelle liegen die Frankfurter, die zuletzt wildeste Ergebnisse - wie das 6:4 bei Borussia Mönchengladbach - abgeliefert hatten, hinter den EuropapokalplĂ€tzen zurĂŒck. Am Mittwoch treffen sie in der Champions League auf Englands Meister FC Liverpool mit dem deutschen Offensivstar Florian Wirtz.

Doppelpacker Burkardt: «Es tut weh»

«100 Prozent», antworte Burkardt bei DAZN auf die Frage, ob es zwei verlorene Punkte fĂŒr die Eintracht waren. «Es tut weh, so spĂ€t den Ausgleich zu bekommen. Wir haben das Spiel kontrolliert und kriegen durch zwei individuelle Fehler zwei Tore.» Auch Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche konnte seine EnttĂ€uschung nicht verbergen: «Das waren zu einfache Gegentore. Die zweite Halbzeit war zu passiv und kein gutes Spiel von uns. Das spĂ€te Gegentor ist Ă€rgerlich und passt zur Situation.»

Ganz anders die GefĂŒhlslage bei Freiburgs TorschĂŒtzen Grifo. «Ich bin mega glĂŒcklich», sagte der 32-JĂ€hrige nach der Partie ĂŒber seinen Freistoßtreffer. «Ich habe gesehen, dass der Torwart noch einen Schritt rĂŒber macht und dieser Schritt hat mir dann im Kopf gesagt: Okay, ich probiere es.» 

Derry Scherhant traf vor 34.700 Zuschauern, darunter auch der frĂŒhere Freiburger Kult-Trainer Christian Streich, schon in der zweiten Minute zum 1:0 fĂŒr die Badener. Dank Burkardt (18./38.) drehten die GĂ€ste die Partie zwischenzeitlich - und zeigten damit eine gute Reaktion auf die DĂ€mpfer gegen AtlĂ©tico Madrid (1:5) und den FC Bayern MĂŒnchen (0:3) vor der LĂ€nderspielpause. Dank Joker Grifo schlug Freiburg aber noch mal zurĂŒck und blieb auch im siebten Pflichtspiel in Serie ungeschlagen.

Startelf-DebĂŒtant Scherhant liefert direkt

SC-Coach Julian Schuster bot statt Routinier Grifo zunĂ€chst ĂŒberraschend Youngster Scherhant auf der linken Seite auf - und der zahlte das Vertrauen bei seiner Startelf-Premiere im Freiburg-Trikot direkt zurĂŒck. Nach einem heftigen Fehlpass von Frankfurts Abwehrchef Robin Koch und einem Zuspiel von Johan Manzambi traf der 22-JĂ€hrige per Flachschuss zur frĂŒhen FĂŒhrung.

Es entwickelte sich eine unterhaltsame erste Halbzeit, in der beide Teams beherzt zur Sache gingen, mitunter aber auch ziemlich fehlerhaft agierten. So war auch das 1:1 durch Burkardt eher ein Zufallsprodukt. Über Umwege landete der Ball beim 25-JĂ€hrigen, der ihn dann allerdings technisch herausragend verarbeitete und platziert im rechten unteren Toreck unterbrachte.

Sieben Minuten vor der Pause war Burkardt dann erneut zur Stelle. Nach Vorarbeit von Fares Chaibi drĂŒckte der im Sommer vom FSV Mainz 05 gekommene Angreifer die Kugel aus kurzer Distanz zum 1:2 ĂŒber die Linie.

Grifo trifft sehenswert

Die Freiburger arbeiteten nach dem Seitenwechsel am Ausgleich. Neben Scherhant war auch der erst 20-jÀhrige Johan Manzambi wieder mal einer der Aktivposten der Breisgauer. Nach gut einer Stunde verstÀrkte Coach Schuster seine Offensive zudem mit dem Ex-Frankfurter Igor Matanovic. Doch wirklich gefÀhrlich wurde es im und am Strafraum der GÀste nur selten.

Die Eintracht machte nach vorn nicht mehr als nötig, unterband mit einem nun kontrollierten Auftritt zunĂ€chst aber auch eine Freiburger Schlussoffensive. Als alles schon auf einen AuswĂ€rtssieg hindeutete, traf der eingewechselte Grifo noch mit einem sehenswerten Freistoß zum 2:2.

@ dpa.de