Alice Schwarzer, Emma

Emma: Alice Schwarzer stellt Magazin nach 50 Jahren ein

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 08:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Nach fünf Jahrzehnten endet das von Alice Schwarzer geprägte feministische Magazin. Die letzte Ausgabe soll Anfang Dezember erscheinen.

Schwarzer beendet Magazinprojekt

  • Alice Schwarzer gründete die „Emma“ vor 50 Jahren und stellt sie nun ein.
  • Die letzte Ausgabe soll am 8. Dezember erscheinen.
  • Schwarzer teilte die Entscheidung der Deutschen Presse-Agentur in Köln mit.

„Emma“ endet nach fünf Jahrzehnten

Alice Schwarzer stellt nach 50 Jahren ihr feministisches Magazin „Emma“ ein. Die Ausgabe vom 8. Dezember werde die letzte sein, sagte die 83-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Köln.

Magazin prägte feministische Debatten

Schwarzer gründete „Emma“ 1977 und machte das Blatt zu einer wichtigen Stimme der feministischen Bewegung in Deutschland. Das Magazin widmete sich unter anderem Fragen der Gleichberechtigung, Gewalt gegen Frauen und gesellschaftlichen Rollenbildern.

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Letzte Ausgabe erscheint im Dezember

Die angekündigte Ausgabe vom 8. Dezember soll die letzte Ausgabe des Magazins sein. Schwarzer äußerte sich zu der Entscheidung in Köln gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Mit dem Ende der „Emma“ verliert der deutsche Feminismus ein über Jahrzehnte sichtbares Printmedium. Die Themen, für die das Magazin stand, werden jedoch weiterhin in anderen Medien und digitalen Debatten aufgegriffen.

Die Einstellung der „Emma“ markiert das Ende eines der langlebigsten unabhängigen feministischen Medienprojekte in Deutschland. Alice Schwarzer gründete das Magazin 1977; über Jahrzehnte prägte es Debatten über Gleichberechtigung, Abtreibungsrecht, Gewalt gegen Frauen, Pornografie und politische Repräsentation.

Die Entscheidung fällt in eine Medienlandschaft, in der gedruckte Zeitschriften unter sinkenden Auflagen, veränderten Lesegewohnheiten und steigenden Produktionskosten stehen. Für ein stark meinungsgeprägtes Nischenmagazin ist die wirtschaftliche Grundlage damit besonders anspruchsvoll. Zugleich hat sich feministische Öffentlichkeit vervielfacht: Neben etablierten Medien bestimmen digitale Plattformen, Podcasts, Newsletter und soziale Netzwerke die Debatten.

Einfluss über das Magazin hinaus

Das Ende der Printausgabe beendet nicht automatisch die Wirkung der von „Emma“ gesetzten Themen. Viele Konflikte, die das Magazin begleitet hat, bleiben politisch relevant, etwa der Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Auseinandersetzung über Geschlechterrollen.

Für Leserinnen und Leser bedeutet die angekündigte letzte Ausgabe am 8. Dezember vor allem einen Einschnitt in der deutschen Mediengeschichte. Offen bleibt, ob einzelne Inhalte, Archive oder digitale Angebote fortgeführt werden. Die dpa-Meldung nennt dazu keine weiteren Pläne.

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