Heil: NĂ€chste BĂŒrgergeld-Erhöhung fĂ€llt sehr gering aus
18.02.2024 - 10:29:23"Die Anpassung des Regelsatzes erfolgt auf Basis bereits stattgefundener Inflation und Lohnentwicklung. Und die Preise fĂŒr Lebensmittel und Strom, die fĂŒr das Existenzminimum wichtig sind, sind im letzten Jahr sehr stark gestiegen", sagte er. Die Verbraucherpreise in Deutschland hatten sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 Prozent gegenĂŒber 2022 erhöht. Alleinstehende Erwachsene erhalten seit 1. Januar 563 Euro BĂŒrgergeld im Monat - 61 Euro mehr als bisher. Kritik an der BĂŒrgergeld-Steigerung war auch aus der SPD gekommen; Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke sprach von einem "strategischen Fehler". Heil reagierte verĂ€rgert: Der Regelsatz werde "nicht gewĂŒrfelt, sondern nach einem transparenten Verfahren an die tatsĂ€chlich stattgefundene Inflation angepasst", sagte er. "Klar ist, dass Arbeit immer den Unterschied machen muss. Deshalb haben wir dafĂŒr gesorgt, dass der Mindestlohn seit seiner EinfĂŒhrung stĂ€rker gestiegen ist als die Grundsicherung." Der Arbeitsminister beklagte "Klischees und Falschnachrichten" in der Debatte: "Das BĂŒrgergeld ist kein bedingungsloses Grundeinkommen. Es gibt Mitwirkungspflichten und Sanktionen", sagte er. "Aber alle BĂŒrgergeldempfĂ€nger unter den Generalverdacht zu stellen, dass sie faul sind, ist falsch." So arbeiteten rund 20 Prozent von ihnen und brauchten ergĂ€nzende Grundsicherung, um ĂŒber die Runden zu kommen. "Das sind fleiĂige Menschen. Hier helfen bessere Löhne." Heil erinnerte daran, dass er im FrĂŒhjahr ein Gesetz zur StĂ€rkung der Tarifbindung vorlegen werde. AuftrĂ€ge des Bundes wĂŒrden nur noch an Unternehmen gehen, die nach Tarif bezahlen. "Arbeit lohnt sich immer", so der Minister, "und wir werden dafĂŒr sorgen, dass sich Arbeit noch mehr lohnt".


