Umweltbonus, Bundesregierung

Ende des Umweltbonus: Bundesregierung schÀdigt Kunden und AutohÀndler

16.12.2023 - 18:12:48

Berlin - Autokunden und HĂ€ndler sind schockiert: Laut dem Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) können mit Ablauf des 17. Dezember 2023 keine neuen AntrĂ€ge mehr fĂŒr den Umweltbonus beim Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden.

Mit dieser Entscheidung schÀdigt die Bundesregierung viele tausend Kundinnen und Kunden sowie die AutohÀndler und zerstört gleichzeitig das Vertrauen in eine nachvollziehbare und rationale Politik zur Förderung der ElektromobilitÀt.

„Das ist ein unfassbar großer Vertrauensbruch fĂŒr mehrere zehntausend Kundinnen und Kunden, die ihre E-Fahrzeuge bestellt haben unter der Voraussetzung, dass die Fördersumme fließt“, sagt ZDK-PrĂ€sident Arne Joswig. „Wenn wir von durchaus realistischen 60.000 betroffenen Fahrzeugen und jeweils 4.500 Euro PrĂ€mie ausgehen, reden wir hier von 270 Mio. Euro, mit denen vor allem die Kundinnen und Kunden belastet werden. Das Ziel, bis 2030 15 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge auf Deutschlands Straße zu bekommen, rĂŒckt in noch weitere Ferne.“

„Das Mindeste wĂ€re, den Umweltbonus bis zum Jahresende laufen zu lassen und gleichzeitig in Abstimmung mit LĂ€ndern und Kommunen dafĂŒr zu sorgen, dass bis zum 31.12.2023 Zulassungsstellen geöffnet bleiben, um Zulassungen vornehmen zu können“, so Joswig weiter. „Unsere HĂ€ndler stehen fĂŒr einen schnellen Hochlauf der ElektromobilitĂ€t – es geht nicht an, ihnen KnĂŒppel zwischen die Beine zu werfen!“

Laut BMWK sind bereits zugesagte Förderungen vom Stopp des Umweltbonus nicht betroffen und sollen ausgezahlt werden. Vorliegende AntrĂ€ge, die bis einschließlich 17. Dezember 2023 beim BAFA eingehen, werden in der Reihenfolge ihres Eingangs weiterbearbeitet und – sofern die Fördervoraussetzungen vorliegen – noch bewilligt.

Nicht förderfĂ€hig sind jedoch Fahrzeuge, die kĂŒrzlich an die HĂ€ndler geliefert wurden, aber noch nicht zugelassen sind und fĂŒr die bis einschließlich 17. Dezember beim BAFA kein Förderantrag gestellt ist.

Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK)

Der ZDK in Bonn und Berlin vertritt die berufsstÀndischen Interessen von 36.420 AutohÀusern und Kfz-Meisterbetrieben mit 434.000 BeschÀftigten. Hinzu kommen weitere 3.200 Karosserie-, Fahrzeugbau- und Lackier-Fachbetriebe mit rund 40.000 Mitarbeitern, die im Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugbautechnik e.V. (ZKF) organisiert sind. Der ZKF ist ordentliches Mitglied im ZDK.

Im Jahr 2022 erzielten die 36.420 im ZDK organisierten Kfz-Betriebe einen Umsatz von rund 185,2 Milliarden Euro mit dem Verkauf neuer und gebrauchter Fahrzeuge sowie mit Wartung, Reparatur und Service. Hinzu kommen 4,1 Milliarden Euro Umsatz der im ZKF organisierten Betriebe. Bei der Ausbildung sind ZDK und ZKF mit zusammen ĂŒber 93.800 Azubi im Handwerk fĂŒhrend.

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