Trauerfeier fĂŒr SchĂ€uble - Abschied vom Einheitsarchitekten
05.01.2024 - 05:07:28Abschied vom Ausnahme-Parlamentarier und Architekten der deutschen Einheit: Spitzenpolitiker und Angehörige werden heute im badischen Offenburg den gestorbenen CDU-Politiker Wolfgang SchĂ€uble bei einer Trauerfeier wĂŒrdigen. Den öffentlich ĂŒbertragenen Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche leitet die Landesbischöfin von Baden, Heike Springhart.
Als Redner sind Baden-WĂŒrttembergs MinisterprĂ€sident Winfried Kretschmann (GrĂŒne) und der CDU-Bundesvorsitzende Friedrich Merz angekĂŒndigt. Sprechen werden auch CDU-Landeschef Manuel Hagel, OberbĂŒrgermeister Marco Steffens (CDU) und SchĂ€ubles Tochter, ARD-Programmdirektorin Christine Strobl, wie die Stadt Offenburg berichtete. SchĂ€uble war am zweiten Weihnachtstag im Alter von 81 Jahren nach langer schwerer Krankheit gestorben.
Nach dem Gottesdienst ist vor der Kirche eine militÀrische Ehrung geplant. Danach soll sich der Trauerzug auf einer Strecke von gut einem Kilometer zum Waldbachfriedhof bewegen.
Trauerstaatsakt in Berlin
Das politische Berlin wird sich am 22. Januar von SchĂ€uble verabschieden. An diesem Tag wird der Bundestag den von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier angeordneten Trauerstaatsakt im Plenarsaal des ReichstagsgebĂ€udes ausrichten. Es werden die Spitzen des deutschen Staates - voran Steinmeier - und Hunderte GĂ€ste aus dem In- und Ausland erwartet. Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron will dem Trauerstaatsakt ebenfalls beiwohnen. Das bestĂ€tigte der französische ĂlysĂ©epalast.
SchĂ€uble prĂ€gte in zahlreichen hochrangigen Ămtern die Politik der Bundesrepublik - so unterschrieb er den Einigungsvertrag fĂŒr die Bundesrepublik. In seiner politischen Laufbahn war der Badener Minister, CDU-Chef, Fraktionsvorsitzender und PrĂ€sident des Deutschen Bundestages. Niemand gehörte dem Parlament lĂ€nger an als er. Sein Wirken wurde zuletzt ĂŒber die Parteigrenzen gewĂŒrdigt. Steinmeier nannte SchĂ€uble einen «GlĂŒcksfall fĂŒr die deutsche Geschichte».
SchĂ€uble wurde am 18. September 1942 in Freiburg geboren. Den studierten Juristen zog es frĂŒh in die Politik. 1965 trat er in die CDU ein. 1972 errang er erstmals ein Mandat fĂŒr den Bundestag, dem er ĂŒber ein halbes Jahrhundert bis zu seinem Tod angehörte. Jedes Mal holte er in seinem Wahlkreis Offenburg das Direktmandat.


